Auf dem Weg zum Sozialkaufhaus

Zweibrücken. Schon kurz nach zehn Uhr waren über ein Dutzend Kundinnen im Rotkreuz-Kaufhaus und schauten sich nach Hemden, Jacken oder anderen Kleidungsstücken um. "Hier findet man immer etwas", sagte eine Kundin. "Das ist gut, dass es so was in Zweibrücken gibt", fügen andere hinzu

Zweibrücken. Schon kurz nach zehn Uhr waren über ein Dutzend Kundinnen im Rotkreuz-Kaufhaus und schauten sich nach Hemden, Jacken oder anderen Kleidungsstücken um. "Hier findet man immer etwas", sagte eine Kundin. "Das ist gut, dass es so was in Zweibrücken gibt", fügen andere hinzu. "Es gibt viele Menschen, die einen Mini-Job oder einen Ein-Euro-Job und kein Geld haben, um in einem normalen Geschäft einzukaufen", verdeutlicht eine weitere Kundin die Notwendigkeit der Kleiderkammer des DRK. Seit 1984 bietet das Zweibrücker Rote Kreuz bedürftigen Menschen Kleidung an. Zunächst umsonst, seit einigen Jahren für einen "Obulus", wie Roswitha Renkawitz von der Kleiderkammer sagt. Dieser Betrag wird für den sozialen Dienst eingesetzt. Nach 25 Jahren sieht die frühere Kreissozialdienstleisterin "einen Bedarf" für die Einrichtung. In der vergangenen Woche ist die Kleiderkammer vom Elsa-Brandström-Haus an der 22er-Straße in ein Gebäude an der Wallstraße gegenüber des Mehrgenerationenhauses gezogen. Und die Kleiderkammer heißt jetzt Rotkreuz-Kaufhaus. "Das entsprechende Schild kommt in den nächsten Tagen noch dran", sagt der Projektleiter des Mehrgenerationenhauses des DRK, Hans Prager.Das Haus hat derzeit dienstags von zehn bis zwölf Uhr offen. Doch Renkawitz und zwei weitere ehrenamtliche Mitarbeiterinnen denken schon an eine Ausweitung der Öffnungszeiten nach. Eventuell eine Stunde früher öffnen und einen zweiten Tag. Neben den beiden Frauen arbeiten noch zwei Männer "im Hintergrund", sagt Roswitha Renkawitz. Während die Öffnungszeiten schon bald geändert werden, sind weitere Angebote, zum Beispiel von Elektrogeräten, noch Zukunftsmusik. Doch schon jetzt wird Kinderspielzeug oder auch Geschirr angeboten.

Seit dem Umzug kommen Bürger, die gebrauchte Kleidungsstücke, die in Ordnung sind, abgeben. Auch im Mehrgenerationenhaus können Kleider, Schuhe oder Spielzeug abgegeben werden, sagt Hans Prager. Die ehrenamtlichen Helfer sichten die Kleidungsstücke, sortieren sie und hängen sie an den Kleiderständern auf, damit es aussieht "wie in einem Geschäft".