Auf dem Weg nach Afghanistan

Zweibrücken. Heute beginnt für das Fallschirmjägerbataillon 263 der bisher größte Auslandseinsatz in Afghanistan. Vom Militärflughafen Köln fliegen die Soldaten der Saarlandbrigade ins usbekische Termez, von wo sie dann in die Einsatzgebiete nach Kundus und Masar-i-Sharif in Afghanistan verteilt werden

Zweibrücken. Heute beginnt für das Fallschirmjägerbataillon 263 der bisher größte Auslandseinsatz in Afghanistan. Vom Militärflughafen Köln fliegen die Soldaten der Saarlandbrigade ins usbekische Termez, von wo sie dann in die Einsatzgebiete nach Kundus und Masar-i-Sharif in Afghanistan verteilt werden. Der für Montag angekündigte Flug fiel wegen des schlechten Wetters in Deutschland und Usbekistan aus, wie Marcel Engels, Pressesprecher der Saarlandbrigade auf Anfrage erklärte.Die Truppen sollten nun ab heute verlegt werden. "Es ist eigentlich keine große Sache", erklärt Andreas Steinhaus, Kommandeur des Fallschirmjägerbataillons, "wir sind heilfroh, dass es uns noch hier zu Hause ereilt hat und nicht erst beim Zwischenstopp in Usbekistan". Denn dann würde man jetzt in Zelten schlafen und nicht eine Nacht oder zwei Nächte länger zu Hause.

Engels: "Zeichnet sich ab, dass wir wegen der Verzögerung die Truppen nicht wie geplant bis zum 27. Januar nach Afghanistan fliegen können, setzen wir zusätzliche Maschinen ein." Im schlimmsten Falle sei auch denkbar, dass die letzen der insgesamt 650 Soldaten mit zwei oder drei Tagen Verzögerung im Einsatzgebiet einträfen. Der größte Teil des Kontingents ist in der Niederauerbach-Kaserne in Zweibrücken stationiert. Bereits Ende November hat der Brigadekommandeur, General Eberhard Zorn, die 450 Soldaten in der Niederauerbach-Kaserne zum "riskanten und gefährlichen" Einsatz verabschiedet. Die übrigen 200 Soldaten der Einheit sind in Saarlouis, Lebach und Merzig stationiert.

In den Bundeswehrstandorten Kundus und Masar-i-Sharif sollen die Soldaten gemeinsam mit einheimischen Streitkräften ein halbes Jahr für den Schutz der Bevölkerung und Stabilität sorgen. Nach dem Partnering-Konzept sollen die Soldaten der Saarlandbrigade Patrouillefahren und auch in Orte gehen, wo Aufständische vermutet werden. Viele, der in den nächsten Tagen an den Hindukusch fliegen Soldaten, waren bereits in Afghanistan. sf/ek