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Auf dem Bau fließt der Schweiß in Strömen

Auf dem Bau fließt der Schweiß in Strömen

Bei Temperaturen weit über der 30-Grad-Marke, heißt es für die Mitarbeiter von Baufirmen vor allem ausreichend Flüssigkeit zu trinken. Auch wenn diese gleich wieder ausgeschwitzt wird, ist sie für den Körper ein Muss.

Kaum Schatten, brennende Sonne und aufgeheizter Asphalt - Bauarbeiter müssen im Sommer unter besonders schwierigen Bedingungen arbeiten. Guter Sonnenschutz und viel Flüssigkeit sind dann ein Muss. Auch Thorsten Gries und seine beiden Kollegen von der Mörsbacher Firma Dahlhauser sind in diesen Tagen bestens gewappnet, um das extreme Wetter während der Arbeitszeit gut überstehen zu können. "Wir fangen deshalb bereits um 6.30 Uhr an", so Gries. Dadurch könnte wenigstens noch ein paar Stunden bei angenehmen Temperaturen gewerkelt werden.

Wer bei Hitze auf dem Bau arbeiten muss, verliere viel Flüssigkeit: "Was man trinkt, wird innerhalb kurzer Zeit herausgeschwitzt" Um das auszugleichen, seien mindestens vier Liter Wasser täglich ein Muss. Darauf weist auch die Berufsgenossenschaft hin. Als Durstlöscher seien vor allem Mineralwasser, Tee oder Fruchtschorle geeignet.

Daneben sollten die Arbeiter am besten Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 tragen. Zusätzlich biete eine Sonnenbrille mit seitlicher Abdeckung sowie - falls nicht sowieso ein Helm Pflicht ist - eine Mütze den nötigen Schutz vor der Sonne. Bauarbeiter seien durch die Sommerhitze besonders stark belastet. Schützen sie sich nicht ausreichend, bestehe die Gefahr, einen Hitzeschlag zu bekommen. Auch Hautkrebs sowie chronische Schäden an der Netzhaut am Auge durch die UV-Strahlung seien mögliche Folgen.

Bauarbeiter müssten bei heißem Wetter aufpassen, dass sie keinen Hitzschlag erleiden. Dachdecker, Straßenbauer und Maurer sollten Warnzeichen beim Arbeiten im Freien unbedingt ernst nehmen, rät die Berufsgenossenschaft. Dazu gehören Übelkeit und Schwindel. Reagieren sie nicht rechtzeitig, kann das lebensgefährlich werden.

Eine solch extreme Hitze, wie in diesem Sommer, habe es nach Erinnerung von Gries zuletzt im Jahr 2003 gegeben. Er selbst benötigt nach der Arbeit einige Zeit zur Regeneration: "Wenn ich nach Hause komme, geht es erst einmal unter die Dusche."