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„Auerbacher Bu“ aus dem Rheinland

„Auerbacher Bu“ aus dem Rheinland

"Ich bin ein Auerbacher Bu", und "ich bin stolz darauf, ein Jünger Gutenbergs zu sein", sind zwei Sätze, die Hartmut Sutter stets betont. Heute feiert der langjährige Redakteur des Pfälzischen Merkur seinen 70. Geburtstag.

Dabei wurde der Jubilar am 26. August 1945 in Leverkusen geboren. Inzwischen wohnt er in der Innenstadt. Und er war auch nur vier Jahre als Schriftsetzer tätig.

Als Dreijähriger kam Sutter mit seiner Familie nach Zweibrücken . Nach der Schulzeit begann er 1960 beim Merkur eine Lehre als Schriftsetzer. Er ist immer noch fasziniert von dem Beruf, "den es leider nicht mehr gibt", wie er bedauert. Von 1964 bis 1970 war Sutter bei der Bundeswehr in Koblenz und Westerburg. Als an einem Sonntag Hans "Elef" Schuler in der Sportredaktion ausfiel, ließ Merkur-Verleger Günther Bartz den freien Mitarbeiter Sutter zu Hause abholen. "Ich habe das dann wohl so gut gemacht, dass der Verleger wollte, dass ich am nächsten Sonntag wieder kommen sollte", schildert Sutter den Einstieg in die Redaktion. Dabei seien ihm die Kenntnisse als Schriftsetzer zugutegekommen.

Ab 1. Juli 1970 war Sutter dann Redakteur des Pfälzischen Merkur . Nicht nur im Sport. Sondern auch Redakteur für Homburg und Zweibrücken . Und Ende der 1990er Jahre war er der erste Redakteur, der beim Merkur neu geschaffenen Vereinsseite. Für die Vereine, insbesondere die Sportvereine, war Hartmut Sutter schon vorher ein gefragter Ansprechpartner. So hielt er zahlreiche Festreden oder brachte Festschriften wie für den SV Niederauerbach, die VB Zweibrücken , den TSC Zweibrücken , den SV Ixheim oder den 1. FC Kaiserslautern zum 75-jährigen Bestehen heraus. Auch beim Buch zum 100-jährigen Bestehen des FK Pirmasens war er maßgeblich beteiligt.

Auch nachdem er 2004 in die Ruhephase der Altersteilzeit wechselte, blieb "hsu" mit seiner Kolumne "Merkwürdig" dem Merkur als Autor treu. Bis zu seiner Erkrankung 2008 erschienen jeden Freitag Sutters Betrachtungen. "Auch wenn ich gerne Schriftsetzer war, hab ich den Wechsel nicht bereut", sagt Sutter im Rückblick. Dabei erlebte er Jahrzehnte als Akteur und seit sieben Jahren als Leser auch den technischen und inhaltlichen Wandel der Tageszeitung. Dabei stellt er fest. "Die Zeitung heute ist schon besser."

Sutter war 18 Jahre Schriftführer beim SV Niederauerbach, Gründungsmitglied des Musikvereins Niederauerbach und 1963 mit 18 Jahren erster Vorsitzender der neu gegründeten Sportjugend Zweibrücken .