ATU baut Werk am Steitzhof

Zweibrücken. Die Autowerkstattkette ATU repariert nicht nur Fahrzeuge. Das oberpfälzische Unternehmen bereitet auch Altreifen auf. Ein Reifenrecycling-Werk soll im Gewerbegebiet Steitzhof am Zweibrücker Flughafen entstehen. "Der Vertrag ist zwar noch nicht unterschrieben

Zweibrücken. Die Autowerkstattkette ATU repariert nicht nur Fahrzeuge. Das oberpfälzische Unternehmen bereitet auch Altreifen auf. Ein Reifenrecycling-Werk soll im Gewerbegebiet Steitzhof am Zweibrücker Flughafen entstehen. "Der Vertrag ist zwar noch nicht unterschrieben. Aber ich gehe davon aus, dass sich das Unternehmen an die Absprache hält", sagt Oberbürgermeister Kurt Pirmann (SPD).Nach dem Absprung des Stahlunternehmens Brück (wir berichteten) wird das Gewerbegebiet belebt. Nach Einschätzung Pirmanns entstehen durch die Ansiedlung des ATU-Werks rund 50 Arbeitsplätze. Im Stammsitz Weiden hat ATU eine Aufbereitungsanlage. Dort werden aus Altreifen Fußböden und Gummigranulat.

Vor zwei Jahren eröffnete das Drahtseilunternehmen Verope ein Werk auf dem Gewerbegebiet Steitzhof. Schon damals war eine Erweiterung in Aussicht gestellt. "Für die Erweiterung wurde ein Bauantrag gestellt", sagt Pirmann. Das neue Gebäude werde spiegelbildlich an das bestehende errichtet.

Der Oberbürgermeister ist erleichtert, dass sich nach vielen Gesprächen etwas in dem Gewerbegebiet tut. Wenige hundert Meter entfernt in direkter Nachbarschaft zu den Style Outlets plant die Firma Viessmann ein Schulungs- und Beratungscenter für die Heizungs- und Wärmetechnik-Produkte des Unternehmens (wir berichteten). "Der Kaufvertrag ist unterschrieben", erklärt der Flughafen-Geschäftsführer Werner Boßlet. Ende August beginne der Flughafen-Zweckverband mit der Erschließung des Geländes.

Die Schulung richte sich in erster Linie an Händler, die Beratung sei für alle Interessenten der Viessmann-Produkte. Boßlet erwartet, dass das Center im kommenden Jahr in Betrieb geht. Daneben ist noch die Ansiedlung der Firma Gessner im "Planungsstand" (Boßlet).

Beim Gewerbegebiet Truppacherhöhe habe es nach dem Aus der P 1-Gruppe nach Angaben Pirmanns ein weiteres Gespräch der Stadt mit dem Investor Weingarth und einem neuen Investor gegeben. Die vom Flughafen-Zweckverband favorisierte P 1-Gruppe wollte auf einem 120 000 Quadratmeter großen Teil des Gewerbegebiets an der Autobahn gegenüber Terex Baumarkt, Bereiche für Zoo- und Gartenartikel, Fahrrad- und Kletterbedarf mit Testflächen und Internetabholmarkt bauen. "In diese Richtung denkt offensichtlich auch Weingarth", sagt Pirmann. In dem Gespräch habe die Stadt betont, dass es kein Zielabweichungsverfahren gibt. "Wir wollen dort keine innenstadtrelevante Artikel."

Im ersten Abschnitt des Gebiets sollen eine Tankstelle, eine Fast-Food-Kette und eine Spielhalle. Nach Einschätzung Pirmanns dürfte die Spielhalle wegen des Staatsvertrags nicht zu halten sein. Bei der Zufahrt zu dem Gebiet möchte der Oberbürgermeister erst ein Konzept abwarten. Dabei sei die Zufahrt über die Truppacher Straße (K 74) noch "eine Option".Foto: pm

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