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Arbeitsmarkt überstand ein schwieriges Jahr

Arbeitsmarkt überstand ein schwieriges Jahr

Zweibrücken/Pirmasens. "Hinter uns liegt kein leichtes Jahr", resümiert der Leiter der Pirmasenser Arbeitsagentur, Armin Schätter. "Und 2010 wird auch nicht einfacher", schaut er beim Jahresrückblick der Arbeitsagentur schon nach vorne. Wobei er das Flugplatz-Umfeld "als Job-Motor" ausmacht. "Dort ist die Region auf dem richtigen Weg

Zweibrücken/Pirmasens. "Hinter uns liegt kein leichtes Jahr", resümiert der Leiter der Pirmasenser Arbeitsagentur, Armin Schätter. "Und 2010 wird auch nicht einfacher", schaut er beim Jahresrückblick der Arbeitsagentur schon nach vorne. Wobei er das Flugplatz-Umfeld "als Job-Motor" ausmacht. "Dort ist die Region auf dem richtigen Weg." Dazu soll an vielen Stellen "punktuell" etwas passieren.Dennoch rechnet Schätter allein jahreszeitlich bedingt in den nächsten Monaten mit einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit. "Ganz entscheidend wird aber sein, inwieweit es weiter gelingt, mit den Mitteln der Arbeitsmarktpolitik, in erster Linie der Kurzarbeit, Entlassungen zu vermeiden."Im vergangenen Jahr waren im Durchschnitt 7558 Frauen und Männer im Agenturbezirk arbeitslos. Das sind im Durchschnitt 579 Personen oder 8,3 Prozent mehr als 2008. In Zweibrücken waren im Durchschnitt 1578 Menschen arbeitslos (8,8 Prozent). 2008 lag die Quote bei 8,2 Prozent. Im Landkreis stieg die Quote von 5,2 auf 5,6 Prozent. Damit sei der Arbeitsmarkt 2009 auch in der Südwestpfalz nicht so stark von der Wirtschaftskrise betroffen wie befürchtet. Schätter: "Aber für jeden, den es getroffen hat, ist es schlimm genug." Besonders von der Krise betroffen waren jung Menschen. Im Agenturbezirk waren 917 unter 25-Jährige arbeitslos - 18,5 Prozent mehr als 2008. Schätter: "Wegen der unsicheren wirtschaftlichen Lage haben mehr Arbeitgeber ihre Azubis nach der Ausbildung nicht übernommen." Zudem seien junge Menschen wegen der kurzen Betriebszugehörigkeit meist die Ersten, die entlassen würden. Betroffen waren auch die über 50-Jährigen. "Ein maßgeblicher Grund, dass sich die Wirtschaftskrise nicht stärker auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt hat, ist der Einsatz der Kurzarbeit", betont Schätter. Die durchschnittliche Zahl stieg von 350 (2008) auf 1610 (Januar bis September 2009). Ohne die Kurzarbeit hätte es 800 Arbeitslose mehr gegeben, schätzt Schätter.Außerdem wurden vor allem ungelernte und ältere Beschäftigte in Projekten fort- und weitergebildet. Betriebe nutzten die Kurzarbeit ebenfalls für Qualifizierungsmaßnahmen. Zusammen waren das rund 700 Personen. sf