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Arbeitslosigkeit in Südwestpfalz konstant bei 6,9 Prozent

Juni-Auswertung : Arbeitslosenzahl nicht weiter gestiegen

Die Arbeitsagentur hofft, dass die Lockerungen bei den Corona-Schutzmaßnahmen jetzt auch auf dem Arbeitsmarkt angekommen sind.

(red) Mit den Maßnahmen im Rahmen des Infektionsschutzes zur Bekämpfung der CoronaPandemie wurden insbesondere in den vergangenen beiden Monaten die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt deutlich. Die Zahl der arbeitslosen Menschen in der Westpfalz war im April und im Mai deutlich angestiegen. Und das, obwohl eine Vielzahl an Unternehmen die Möglichkeit der Kurzarbeit nutzten und auch weiter nutzen, um die Krise zu überbrücken und die Fachkräfte im Unternehmen zu halten.

Die nun vorliegenden Zahlen zum Arbeitsmarkt im Juni spiegeln bereits die schrittweisen Lockerungen aus den Bekämpfungsverordnungen des Landes wider. So konnten in den vergangenen vier Wochen wieder mehr Frauen und Männer die Arbeitslosigkeit beenden, als das noch im Mai der Fall war. Gleichzeitig wurden weniger Zugänge in die Arbeitslosigkeit gezählt. Das führte dazu, dass die Arbeitslosigkeit im Juni nahezu konstant geblieben ist. Die Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens zählte in der Westpfalz insgesamt 19.444 Arbeitslose. Das waren nur sechs mehr als im Mai und 3338 mehr als im Juni des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote lag damit wie im Vormonat bei 6,9 Prozent und 1,2 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahresmonats.

„Die Corona-Bremse am Arbeitsmarkt ist gelockert. Nun blicken wir gespannt auf die kommenden Wochen und Monate und die Entwicklung in der Ferienzeit. Positiv stimmt uns, dass die Betriebe aus der Region im Juni erneut mehr als 600 freie Arbeitsstellen gemeldet haben. Das ist ein gutes Signal“, sagt Martina Sarter, stellvertretende Leiterin der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens.

Dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit lagen im Juni insgesamt 4207 Stellenangebote im Bestand vor. Das waren 35 mehr als im Mai und 679 weniger als im Juni des Jahres 2019. Die im Juni 608 neu gemeldeten Stellen – 20 weniger als im Mai und 276 weniger als im Juni 2019 – machen deutlich, dass die Unternehmen auch in der Krise weiter Ausschau nach potentiellen neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern halten.

„Für arbeitslose Menschen gibt es nun wieder Perspektiven. Die Aussichten auf eine Wiedereinstellung oder auf eine neue Chance verbessern sich. Wir beobachten das weitere Geschehen intensiv und unterstützen die Menschen in der Region auch weiterhin auf dem Weg zu einer neuen Anstellung - mit Beratung, Stellenangeboten, finanziellen Unterstützungsleistungen und Weiterbildungsangeboten“, so Sarter.

In der Stadt Zweibrücken waren im Juni 1270 Frauen und Männer bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 14 beziehungsweise 1,1 Prozent weniger als im Mai und 209 beziehungsweise 19,7 Prozent mehr als im Juni des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote lag damit unverändert zum Mai bei 6,8 Prozent und einen Prozentpunkt über dem Wert des Vorjahresmonats. Dem Arbeitgeber-Service wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus der Stadt Zweibrücken 58 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren eine mehr als im Mai und 55 weniger als im Juni des Vorjahres.

Im Landkreis Südwestpfalz waren im Juni 2.277 Menschen bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 23 beziehungsweise ein Prozent mehr als im Mai und 420 beziehungsweise 22,6 Prozent mehr als im Juni des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote lag damit unverändert zum Mai bei 4,4 Prozent und 0,8 Prozentpunkte über dem Wert des Vorjahresmonats. Dem Arbeitgeber-Service wurden aus dem Landkreis 75 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 21 mehr als im Mai und elf mehr als im Juni des vergangenen Jahres.