Arbeitslosigkeits-Daten März Neuer Beschäftigungsrekord für die Region

Zweibrücken/Kaiserslautern · In der Westpfalz sind so viele Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt wie nie zuvor. Das hat die Agentur für Arbeit zusammen mit den März-Arbeitslosenzahlen bekanntgegeben. Dabei gab es für Zweibrücken und die Südwestpfalz jeweils eine gute und eine schlechte Nachricht.

 Die Zweibrücker Niederlassung der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens ist in der Kaiserstraße 48.

Die Zweibrücker Niederlassung der Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens ist in der Kaiserstraße 48.

Foto: Lutz Fröhlich

Im März zeigte sich der Arbeitsmarkt in der Westpfalz weiter weitgehend stabil. Nach dem leichten Rückgang im Februar ist die Zahl der arbeitslosen Menschen auch im März noch einmal gesunken. Die Zahl der offenen Arbeitsstellen in der Region bewegte sich weiterhin auf einem hohen Niveau, auch wenn die Zahlen nicht mehr die Größenordnungen der vergangenen Jahre erreichten.

Die auch für Zweibrücken zuständige Agentur für Arbeit Kaiserslautern-Pirmasens und die Jobcenter zählten im März in der Westpfalz (die Städte Kaiserslautern, Pirmasens und Zweibrücken sowie die Landkreise Kaiserslautern, Kusel, Südwestpfalz und Donnersbergkreis) insgesamt 17 712 Arbeitslose. Das waren 121 beziehungsweise 0,7 Prozent weniger als im Februar und 1064 bzw. 6,4 Prozent mehr als im März des vergangenen Jahres.

Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, lag im März in der Westpfalz bei 6,3 Prozent. Gegenüber dem Vormonat ist sie um 0,1 Prozentpunkt zurückgegangen und gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,3 Prozentpunkte gestiegen.

„Die Region bietet weiter vielfältige Möglichkeiten für alle Männer und Frauen, die nach einer neuen Anstellung suchen. In sämtlichen Wirtschaftszweigen suchen Unternehmen nach neuem Personal“, erklärt der westpfälzische Arbeitsagenturleiter Peter Weißler.

Dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit wurden in den vergangenen vier Wochen 650 zu besetzende Stellen neu gemeldet. Das waren fünf mehr als im Februar und 338 weniger als im März des vergangenen Jahres. Im ersten Quartal meldeten die Unternehmen der Region insgesamt 1836 Stellen neu, das sind 1316 weniger als im Vorjahreszeitraum.

„Die Zahl der gemeldeten Stellen bleibt insgesamt hinter den Vorjahren zurück. Der Vergleich zum Vorjahr fällt dabei in weiten Teilen deshalb ins Auge, da im vergangenen Jahr mit der Neuansiedlung eines großen Unternehmens in der Region eine große Anzahl an Arbeitsstellen gemeldet und zwischenzeitlich besetzt wurde“, erklärt Weißler. (Anm. d. Red.: Es geht um das Logistikzentrum von Amazon in Kaiserslautern.)

Im Stellenbestand waren am Zähltag in der Westpfalz 5349 offene Arbeitsstellen registriert, 120 weniger als im Februar und 1422 weniger als im März des vergangenen Jahres.

„Mit der Jobmesse EINSTIEG 2024 bieten wir am 24. April von 10 bis 15 Uhr in der Fanhalle Nord im Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern eine Veranstaltung, bei der mehr als 40 Arbeitgeber sich und ihre offenen Arbeitsstellen präsentieren. Dann haben all diejenigen die Gelegenheit für einen persönlichen Kontakt oder zum Hinterlegen der Bewerbungsunterlagen, die auf Arbeitsuche sind oder eine neue berufliche Perspektive suchen“, wirbt Weißler für einen Besuch.

Mit den Arbeitsmarktdaten für den März lagen auch die ersten Daten zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung zum Stichtag 30. September 2023 vor. In der Westpfalz waren demnach am Stichtag insgesamt 172 775 Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 1841 beziehungsweise 1,1 Prozent mehr als vor einem Jahr.

„Mit diesem Anstieg erreichte die Westpfalz einen neuen Höchststand der Beschäftigung. Seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1999 waren noch nie so viele Menschen in der Region in Arbeit. Einen großen Anteil am Beschäftigungsaufbau hat dabei die Ansiedlung eines großen Logistikunternehmens im Gebiet der Stadt Kaiserslautern, mit der die Westpfalz die positivste Entwicklung unter den Regionen im Vorjahresvergleich in Rheinland-Pfalz erreichte“, verdeutlicht Weißler.

In der Stadt Zweibrücken waren im März 1258 Männer und Frauen bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 41 bzw. 3,4 Prozent mehr als im Februar und 14 bzw. 1,1 Prozent mehr als im März des vergangenen Jahres. Auffällig ist dabei nach einem Zahlenvergleich durch den Merkur zweierlei: Einerseits gab es in der Westpfalz (wo die Arbeitslosigkeit im Schnitt ja sogar um 0,7 Prozent gesunken ist) nirgendwo einen so starken Anstieg gegenüber dem Vormonat. Andererseits war der Anstieg gegenüber dem März 2023 in Zweibrücken sogar fünfmal niedriger als im Westpfalz-Schnitt.

Die Arbeitslosenquote ist in Zweibrücken von 6,4 Prozent im Februar auf nun 6,6 Prozent gestiegen. Sie lag damit auf dem Niveau des Vorjahresmonats.

Dem Arbeitgeber-Service wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus der Stadt Zweibrücken 66 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 13 mehr als im Februar und drei weniger als im März des vergangenen Jahres. Es befanden sich zum Zähltag 433 offene Stellen im Bestand.

In der Nachbarstadt Pirmasens waren im März 2516 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren neun bzw. 0,4 Prozent mehr als im Februar und 91 bzw. 3,8 Prozent mehr als im März 2023. Die Arbeitslosenquote lag zum Vormonat unverändert bei 11,9 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist sie um 0,3 Prozentpunkte gestiegen. Dem Arbeitgeber-Service wurden in den vergangenen vier Wochen von Arbeitgebern aus Pirmasens 69 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren 17 weniger als zuvor im Februar und 36 weniger als im März 2023. Es befanden sich zum Zähltag 497 offene Stellen im Bestand.

Im Landkreis Südwestpfalz waren im März 2258 Menschen bei der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet. Das waren 47 beziehungsweise 2,0 Prozent weniger als im Februar und 284 bzw. 14,4 Prozent mehr als im März des vergangenen Jahres. Auch diese Zahlen sind gegenläufig auffällig: Zwar ist die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat stärker als im Westpfalz-Durchschnitt zurückgegangen und hinter Kusel (5,8 Prozent Rückgang) der zweitstärkste aller sieben westpfälzischen Städte und Kreise – aber der Anstieg gegenüber dem März vor einem Jahr ist der höchste in der ganzen Westpfalz.

Die Arbeitslosenquote ist in der Südwestpfalz von 4,5 Prozent im Februar auf nun 4,4 Prozent gesunken. Sie lag damit 0,5 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat.

Dem Arbeitgeber-Service wurden in den vergangenen vier Wochen von den Arbeitgebern aus dem Landkreis Südwestpfalz 53 zu besetzende Stellen gemeldet. Das waren genauso viele wie im Februar und 38 weniger als im März des vergangenen Jahres. Damit befanden sich zum Zähltag noch 488 offene Stellen im Bestand.

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