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Arbeit des Sozialverbandes VdK Rheinland-Pfalz in Zeiten von Corona

Sozialverband VdK Rheinland-Pfalz : Die meisten Fragen kommen wegen der Rente

Beratung, Schutz und Gemeinschaft bietet der VdK seinen Mitgliedern. In Zweibrücken kann man sich telefonisch beraten lassen oder persönlich in die Geschäftsstelle kommen.

„Wir sind an ihrer Seite“ ist das Motto des Sozialverbandes VdK Rheinland-Pfalz. Seine Fachleute vor Ort beraten zu allen Fragen des Sozialrechts – zum Beispiel Rente, Pflege, Behinderung, gesetzliche Krankenversicherung oder Grundsicherung. Sie helfen den Mitgliedern ihre Ansprüche gegenüber Leistungsträgern wie Krankenkassen, Rentenversicherungen und Behörden durchzusetzen. Dabei hilft der VdK etwa beim Ausfüllen von Anträgen, bei der Formulierung von Widersprüchen und begleitet seine Mitglieder bei Klagen vor den Sozialgerichten.

„Wir haben seit der Corona-Krise mehr Zulauf“, erklärt Manuela Schäfer. Die Kreisgeschäftsführerin erzählt, dass die aktuelle Situation die Beratungstätigkeit der hauptamtlichen Mitarbeiter stark verändert hat, denn das persönliche Gespräch ist in den Hintergrund getreten. Viele Beratungsgespräche finden jetzt telefonisch statt. Die Mitglieder, die oft wegen ihres hohen Alters oder wegen Krankheit zur Risikogruppe gehören, freuen sich darüber. Sie müssen jetzt nur noch in die Geschäftsstelle kommen, um Anträge zu unterschreiben.

Auch eine persönliche Beratung ist nach wie vor möglich, wenn auch unter Einhaltung strenger Hygieneregeln. „Eine vorherige Terminabsprache ist unbedingt nötig“, so Schäfer. Doch sie sieht auch positive Entwicklungen durch die Krise: „Unser Terminvorlauf hat sich aufgrund der neuen Arbeitsweise erheblich verkürzt. Hatten wir vorher einen Vorlauf von vier Wochen, so können wir jetzt schon innerhalb von ein, zwei Tagen zurückrufen. Sicherlich werden wir das eine oder andere dieses organisatorischen Ablaufs auch nach der Corona-Krise beibehalten.“

Für den Landesvorsitzenden Willi Jäger ist das persönliche Beratungsgespräch nicht zu ersetzen. Aber es habe sich auch gezeigt, dass kleinere Angelegenheiten auf anderen Wegen erledigt werden können, das soll beibehalten werden. Inhaltlich hat der Sozialverband von der Corona-Krise noch nichts zu spüren bekommen, so Jäger. „Aber ich gehe davon aus, dass das noch kommt“, ist sich der Landesvorsitzende sicher. Er vermutet, dass Mitglieder, die durch die Corona-Problematik keinen Job mehr haben oder durch Kurzarbeit in wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind, demnächst im Herbst Beratungsbedarf haben.

In der Zweibrücker Geschäftsstelle des VdK kümmern sich insgesamt vier Mitarbeiterinnen um die Belange der Mitglieder, im August kommt noch eine Auszubildende hinzu.

In Zweibrücken besteht Beratungsbedarf vor allem in Rentenfragen, danach kommen die Themen Behinderung, Pflege, Krankengeld und Arbeitslosengeld. „Der VdK Landesverband, die Kreisverbände und Ortsverbände haben jeweils ihre eigenen Aufgaben“, sagt Timo Schlär, Vorsitzender des Kreisverbandes Zweibrücken, „der Landesverband nimmt Einfluss auf die Sozialpolitik in Rheinland-Pfalz, die Kreisverbände kümmern sich um sozialrechtliche Fragen und die Ortsverbände betreuen die Mitglieder vor Ort, zum Beispiel mit Ausflügen, Grillfesten oder Weihnachtsfeiern.“

Die geselligen Aktivitäten sind zurzeit allerdings komplett eingestellt, auch Wahlen werden verschoben. „Der Bundesverband ist äußerst rührig“, erzählt Schlär, „der hatte zum Beispiel Ende März eine große Rentendemo auf dem Münchener Marienplatz geplant. Auch Zweibrücker Mitglieder wollten teilnehmen, in Pirmasens hatte man sogar schon einen Reisebus gemietet, dann kam Corona und die Demo wurde abgesagt.“ Mit Verena Bentele habe der VdK eine tolle Präsidentin, die „Schwung reinbringe“ und sehr engagiert sei, meint Schlär.

Die Zweibrücker Geschäftsstelle ist, wie alle VdK-Geschäftsstellen in Rheinland-Pfalz, komplett barrierefrei. „Den Spuckschutz, den wir wegen Corona angeschafft haben, lassen wir stehen“, bemerkt Manuela Schäfer. Sie findet die Plexiglas-Scheibe auch sinnvoll, wenn die Grippesaison wieder anbricht. Ganze 19 Jahre arbeitet Manuela Schäfer schon als Hauptamtliche für den VdK und sie ist begeistert: „Meine Arbeit bedeutet jeden Tag eine neue Herausforderung und sie macht jeden Tag Spaß.“

VdK Zweibrücken, Rosengartenstraße 1-3, Tel. (0 63 32) 7 58 86, E-Mail kv-zweibruecken@vdk.de

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