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Anstieg von illegalem Müll in Zweibrücken

Corona-Krise : Anstieg von illegalem Müll in Zweibrücken

Im Vergleich zu einigen Saar-Kommunen registriert UBZ-Chef Werner Boßlet aber nur leichte Zunahme. Vor allem alte Autoreifen wurden in Zweibrücken zuletzt illegal entsorgt.

In der Corona-Krise haben viele Bürger mehr Zeit zuhause verbracht als normalerweise üblich. Diese Zeit nutzten viele, um in Garten, Keller oder Schränken auszumisten.

Doch wohin bloß mit Unkraut und Grünzeug, altem Hausrat oder Klamotten, die nicht mehr passen? Für diese Dinge gibt es ganz offizielle Wege zur Entsorgung. Doch manche machen es sich leicht – und entsorgen das ganze Zeug illegal.

Nicht nur in Zeiten von Corona ist das zu beobachten. Aber offenbar hat dieses Treiben zugenommen. Das beklagen zumindest einige Saar-Kommunen.  Diese ärgern sich, dass vermehrt Bürger ihre Gartenabfälle im Wald loswerden und Sperrmüll, Elektroschrott oder Ölkanister einfach neben Glas- oder Altpapiercontainer stellen.

Auch der UBZ (Umwelt- und Servicebetrieb Zweibrücken) verzeichnet einen Anstieg solch illegaler Müllentsorgung in der Stadt. Das erklärte Werner Boßlet, Vorstandsvorsitzender des UBZ, auf Anfrage unserer Zeitung.

Laut Boßlet haben seine Mitarbeiter „einen leichten Anstieg“ festgestellt. Damit scheinen die Verhältnisse in Zweibrücken nicht so gravierend zu sein wie in erwähnten Saar-Kommunen. Doch gibt es auch für Boßlet Grund, sich über die Dreckspätze zu ärgern. So sei zu beobachten, „dass verstärkt alte Autoreifen illegal abgelegt werden“, erklärt Boßlet.

Diese Beobachtung wurde auch in einigen Orten im Saarland gemacht. Alte Autoreifen stehen laut dortigen Entsorgern auf der Liste der am häufigsten illegal entsorgten Gegenstände weit oben.

Containerstandorte seien als Ziel der illegalen Müllentsorger in Zweibrücken aber nicht so betroffen wie im Saarland. Der UBZ-Vorsandsvorsitzende merkt an, dass seine Mitarbeiter dort täglich Kontrollen durchführten; sie fänden allerdings nur „unwesentlich mehr wilden Müll vor als in Zeiten vor Corona“.

Möglicherweise wird die illegale Müllentsorgung in der nächsten Zeit wieder etwas nachlassen. Im Zuge der Bekämpfung des Corona-Virus waren in vielen Kommunen, auch in Zweibrücken, eine zeitlang Wertstoffhöfe und Mülldeponien weitgehend geschlossen. Mittlerweile pendelt sich dies wieder ein.

Die Menge des illegal entsorgten Mülls ist in letzter Zeit leicht gestiegen Foto: picture alliance / ZB/Patrick Pleul

Der Wertstoffhof in der Schlachthofstraße in Zweibrücken ist seit inzwischen rund drei Wochen wieder regulär geöffnet (montags bis freitags von 13 bis 19 Uhr und samstags von acht bis 14 Uhr), die Mülldeponie im Rechenbachtal bei Mörsbach hat ebenfalls wieder ihren normalen Betrieb aufgenommen (die Öffnungszeiten hier: montags bis freitags von acht bis zwölf Uhr und 12.30 bis 16 Uhr, samstags von acht bis zwölf Uhr).