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Anonymisierte Auswertung von Handy-Daten zeigt: Die Zweibrücker bleiben zuhause

Anonymisierte Handy-Daten der Bürger ausgewertet : Die Zweibrücker bleiben zuhause

Analyse von anonymisierten Handydaten zeigt: Die Mehrheit der Bürger folgte offenbar dem Appell der Regierung.

„Bleiben Sie zuhause“: Diese mahnenden Worte richteten Politiker sowohl der Bundesregierung als auch der rheinland-pfälzischen Landesregierung am Freitag an die Bevölkerung.

Und eine Analyse zeigt nun: Der dringliche Appell ist bei einem großen Teil der Menschen in Zweibrücken und der Region auf fruchtbaren Boden gefallen.

Wer den Beleg dafür haben wollte, der musste am Samstag und vor allem am Sonntag nur einen Spaziergang vor der Tür machen. Kaum Verkehr, kaum Menschen auf den Straßen – es war ersichtlich, dass die meisten zuhause waren.

Das Unternehmen Teralytics wollte es ganz genau wissen. Im Auftrag der „Bild“ untersuchte das in Zürich beheimatete Unternehmen die exakten Bewegungen der Menschen deutschlandweit. Und zwar anhand von über 30 Millionen anonymisierten Daten von Handy-Nutzern. Im Vergleich zum vorangegangen Samstag (14. März) wurde am Samstag, 21. März, in Zweibrücken-Stadtmitte ein Rückgang der Bewegungen von 51 Prozent registriert, in Mittelbach-Hengstbach waren es sogar minus 55 Prozent. Im Saarpfalz-Kreis und im Landkreis Südwestpfalz waren es jeweils minus 49 Prozent.

Teralytics wertet die Bewegungen aus, die von Mobilfunkmast zu Mobilfunkmast (in der Stadt ist deren Dichte größer als im ländlichen Gebiet) gemessen werden. Eine Unsicherheit in der Analyse: Wer sein Handy zuhause gelassen hatte, der wurde als Person registriert, die sich nicht fortbewegte, selbst, wenn man das Haus tatsächlich verlassen hatte. Doch erfahrungsgemäß nehmen die allermeisten Menschen ihr Handy mit, wenn sie unterwegs sind, so dass die Daten eine recht hohe Aussagekraft haben dürften.