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Anklage wegen Angriffen mit Zwille​ in Zweibrücken

Stahlkugeln verschossen : Anklage gegen 22-Jährigen wegen Angriffen mit Zwille

Wochenlang hatte es im September im Stadtgebiet immer wieder Sachbeschädigungen durch Stahlkugeln gegeben.

Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken hat Anklage gegen einen 22-Jährigen erhoben, der zwischen dem 8. und 23. September mit einer Zwille Stahlkugeln auf unterschiedliche Objekte abgefeuert haben soll (wir berichteten). Im Raum stehen sechs Fälle von Sachbeschädigung, in einem Fall verbunden mit versuchter gefährlicher Körperverletzung. Die Tatorte lagen laut Staatsanwaltschaft unter anderem im Bereich Kreuzberg, Schloßplatz und Virginiastraße. Unter anderem soll er in zwei Fällen auf geparkte Fahrzeuge, in zwei weiteren Fällen auf fahrende Linienbusse, in einem Fall auf die Glasscheibe eines Automatenraums eines Bankinstituts geschossen und jeweils Beschädigungen verursachthaben. In vier Fällensoll er auf Fenster oder die Eingangstüren an Wohnanwesen geschossen haben, wodurch ebenfalls Beschädigungen entstanden. In einem Fall ging der Schuss auf das offenstehendes Fenster eines Hauses, wobei die Stahlkugel das an dem Fenster angebrachte Fliegengitter durchschlug und neben der in der Wohnung befindlichen Bewohnerin einschlug. Insgesamt entstand ein Sachschaden von etwa 7250 Euro, verletzt wurde niemand.

Das Verfahren gegen einen 40-Jährigen, der sich zum Zeitpunkt einer Kontrolle des 22-jährigen Ende September in dessen Begleitung befunden hatte, wurde hingegen eingestellt. Der 40-jährige hatte die Tatbegehung bestritten. „Anhand der Ermittlungen, insbesondere nach Auswertung der Zeugenaussagen, konnte der Tatverdacht gegen diesen nicht erhärtet werden“, schreibt die Staatsanwaltschaft abschließend.