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Andreas Michel tritt für Gemeinsamhandel nicht mehr an

Gemeinsamhandel : Andreas Michel hört auf

Gemeinsamhandel Zweibrücken e.V. wählt bei seiner Jahreshauptversammlung am 2. März einen neuen Vorstand.

Wenn der Gemeinsamhandel Zweibrücken e.V. am 2. März zu seiner Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen einlädt, wird einer nicht mehr kandidieren: Der Chef persönlich, Andreas Michel. Für die 60 Mitglieder kommt die Nachricht allerdings nicht unerwartet. Bereits vor zwei Jahren, als sich Michel zum dritten Mal wählen ließ, kündigte er an, dass es seine letzte Amtszeit als Gemeinsamhandelchef sein würde. „Es ist an der Zeit, dass andere diesen Job machen“, findet der 58-Jährige, der den Vorsitz seit der Gründung des Vereins 2016 innehat.

Weitermachen wird auf jeden Fall seine Stellvertreterin Sandra Cleemann, wenn auch nicht als neue Vorsitzende. Für ihren bisherigen Posten würde sie aber wieder zur Verfügung stehen. Als Nachfolger des scheidenden Schatzmeisters Serkan Karabulut, der seinen Lebensmittelpunkt nach Freiburg verlegt hat, könnte Antonio Cipolla, Geschäftsführer des Zweibrücker Karthauses, nachrücken. Einen Kandidaten oder eine Kandidatin für den Vorsitz gibt es bislang aber noch nicht. „Interesse hat noch keiner bekundet, und ich würde an dieser Stelle auch keinen konkret benennen wollen“, erklärt Michel auf Nachfrage. „Ich würde mir aber jemanden wünschen, der vielleicht nicht unbedingt aus den Reihen der Einzelhändler kommt. Dann ist es nämlich einfacher, auch mal schwierige Themen anzusprechen, ohne gleich anzuecken“, weiß Michel, der selbst aus der Handwerksbranche kommt.Auch der Blickwinkel sei ein anderer, was durchaus von Vorteil sein könne.

Wer also Interesse daran hat, sich zu entfalten und die Stadt Zweibrücken und ihre Strukturen mitzugestalten, ist eingeladen, für den Vorsitz zu kandieren. „Er oder sie sollte natürlich ein Riesenpfund an Idealismus mitbringen, gut mit Menschen können und offen für Themen sein“, gibt der scheidende Vorsitzende seinem möglichen Nachfolger mit auf dem Weg, „außerdem den Mut haben, Dinge einfach mal zu machen und natürlich bereit sein, jede Menge Zeit in dieses Amt zu investieren. Das im Übrigen auch vergütet wird. Eine kleine Anerkennung, über deren Höhe man natürlich nochmal neu diskutieren kann“, betont Michel. Er selbst werde sich nicht mehr im Vorstand engagieren, dem Verein aber natürlich treu bleiben. „Ich übergebe den Verein mit einem warmen Herzen und einer guten Basis. Spannende Themen haben wir gemeinsam mit dem Stadtmarketing auf die Beine gestellt, die verkaufsoffenen Sonntage etwa, die immer ein Erfolg und eine gute Werbung für die Stadt sind“, so Michel. Gefallen habe ihm zudem, dass er in seiner Position Einblicke in die städtischen Strukturen erhalten habe und oft auch selbst eingebunden gewesen sei. „Das war manchmal schon echt spannend“, blickt er zurück.  Sollte sich bis 2. März noch kein Kandidat gefunden haben, bleibt der Verein mit einer zweiten Vorsitzenden dennoch geschäftsfähig.