Amerikaner sollen spenden

Zweibrücken. Ein Hauch von Wildwest-Romantik wehte am Wochenende rund um das Zweibrücker Hilgardhaus. Der pensionierte Richter Werner Euskirchen hatte mehrere Gedenkveranstaltungen zum 110. Todestag von Heinrich Hilgard, der sich als "Henry Villard" vor allem als Eisenbahn-Magnat und Journalist in den USA einen Namen gemacht hatte, organisiert

Zweibrücken. Ein Hauch von Wildwest-Romantik wehte am Wochenende rund um das Zweibrücker Hilgardhaus. Der pensionierte Richter Werner Euskirchen hatte mehrere Gedenkveranstaltungen zum 110. Todestag von Heinrich Hilgard, der sich als "Henry Villard" vor allem als Eisenbahn-Magnat und Journalist in den USA einen Namen gemacht hatte, organisiert. Höhepunkt war am Samstag ein Sturm auf das von Hilgard gestiftete Gebäude in der Saarlandstraße. Gemeinsam mit der Theater-AG des Helmholz-Gymnasiums, das der Auswanderer besucht hatte, sorgte der Country- und Westernclub Battweiler für die passende Stimmung. Die Schüler brachten Rosen mit, die sie in der denkmalgeschützten Stadtvilla, die eigentlich für die Jugend Zweibrückens gestiftet worden war, aber seit 1993 leer steht, niederlegten.Knapp 40 Gäste kamen am Freitag zum Vortrag Euskirchens über das Leben des Gründers diverser amerikanischer Zeitungen. Dafür wurde das Hilgardhaus von dem Freizeitverein Ixheim entsprechend hergerichtet. Im ganzen Gebäude brannten Kerzen, da es keinen Strom gibt. Finanziert wurden die Gedenkveranstaltungen von Dieter Ernst, der in seinem benachbarten Edeka-Markt auch amerikanische Produkte anbot. "Wenn das Hilgardhaus genutzt wird, ist der gesamte Platz komplett", machte Ernst deutlich, dass im Bezug auf das Gebäude dringend etwas passieren müsse. Die Aktion solle hierfür ein Zeichen setzen. "Wir könnten die Zeitungen in den USA anschreiben, ob sie nicht Sponsoren für das Haus und auch für die Bahnstrecke von Homburg nach Zweibrücken suchen", sagte Euskirchen.