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Ambulanter Hospiz- und Palliativdienst Südwestpfalz bietet Treffen an

Ambulanter Hospiz- und Palliativdienst Südwestpfalz : Trauergespräche beim AHPB wieder möglich

Nach der Corona-Zwangspause kann der Ambulante Hospiz- und Palliativdienst Südwestpfalz jetzt wieder monatliche Treffen für Trauernde anbieten. Allerdings unter neuen Bedingungen.

Wer einen lieben Menschen, etwa ein Elternteil, den Lebenspartner, ganz enge Freunde oder sogar ein eigenes Kind verloren hat, fällt seelisch oft in ein tiefes Loch. Wer den Verstorbenen womöglich eine lange Zeit gepflegt oder betreut hat, kann völlig den Fokus in seinem Leben verlieren und weiß plötzlich mit seiner freien Zeit nichts mehr anzufangen.

Für diese Menschen bietet der Ambulante Hospiz- und Palliativ Beratungsdienst Südwestpfalz (AHPB) schon seit vielen Jahren ein monatliches Treffen für Trauernde an, um sich in ihrer persönlichen Erfahrungen mit Verlust und Trauer auszutauschen, zu begleitenden Gesprächen und Impulsen sowie um Gemeinschaft mit anderen Betroffenen zu erleben.

In den vergangenen Jahren geschah dies bei einem Frühstück am Samstagvormittag. „Wir haben oft rund 15 Personen und mehr dabei, die sich gerne professionell von uns unterstützen und in ihrem Schmerz ein Stück weit begleiten lassen“, beschreibt AHPB-Geschäftsführerin Anita Löhlein-Stuppy, die selbst ausgebildete Trauerbegleiterin ist. Während einige Trauernde die Unterstützung durch den AHPB eine gewisse Zeit lang nutzen, um wieder in ihr normales Leben zurückzufinden, profitieren andere langfristig davon oder kehren dorthin zurück, wenn sie den Drang dazu spüren.

Oft bildeten sich aus den Trauerkreisen auch kleine Selbsthilfegruppen. Wie viele andere Angebote im öffentlichen Leben, musste auch diese wertvolle Lebenshilfe mit Beginn der Corona-Pandemie ausgesetzt werden. Für Angehörige war es zudem schwerer, Sterbende zu begleiten oder bei der Beerdigung Abschied zu nehmen.

Die neuesten Corona-Verordnungen ermöglichen es dem AHPB jetzt, das Angebot für Trauernde wieder aufleben zu lassen. Allerdings in veränderter Form. Anita Löhlein-Stuppy erklärt: „Die Trauernden treffen sich wieder zu einem Gesprächskreis in unseren Räumen in Zweibrücken. Dieser wird, wie bisher, geleitet und begleitet durch in der Trauerbegleitung qualifizierten Ehrenamtlichen des ambulanten Hospizdienstes.“ Während Gebäck zu den Treffen gereicht werde, seien Kaltgetränke jetzt selbst mitzubringen. Wegen der Einhaltung der vorgeschriebenen Abstandsregelungen ist die Teilnehmerzahl auf fünf Personen begrenzt und eine telefonische Anmeldung bis jeweils Mittwoch vor dem Termin erforderlich.

Anita Stuppy verspricht: „Sollte die Anzahl der Anfragen deutlich höher sein, wird ein zweiter Termin angeboten.“ Gemäß den Bestimmungen werden Namen und Adresse notiert und vier Wochen aufbewahrt, danach vernichtet. Personen mit Fieber oder Erkältungssymptome oder bei Kontakt mit an Covid 19 Erkrankten könnten an den Trauergesprächen nicht teilnehmen. Beim Ankommen und Weggehen sei ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Händedesinfektionsmittel wird vorgehalten.

Die erfahrene Trauerbegleiterin betont: „Trotz all der veränderten Rahmenbedingungen wollen wir für Trauernde da sein und eine Begegnungsmöglichkeit bieten.“ Sie weiß, dass das Alleinsein nach dem Verlust eines Nahestehenden, gerade in dieser Zeit der Kontakteinschränkungen, viel stärker empfunden werde.

Ambulanter Palliativ- und Hospizdienst (AHPB), Poststraße 35, 66482 Zweibrücken, Telefon (0 63 32) 46 08 29. Termine für die Treffen sind jeweils am Samstagvormittag von 10 bis 12 Uhr am 25. Juli, 26. September, 31. Oktober und 28. November. Im kommenden August ist Pause.