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Alter Raiffeisen-Silo: Ein Leerstand mit praktischem Nutzen

Alter Raiffeisen-Silo: Ein Leerstand mit praktischem Nutzen

Raiffeisen zog vor zwei Jahren mit dem Markt und dem Lager an den Etzelweg. Um die Lagerkapazität zu erhöhen, wurden Ende des vergangenen Jahres vier Silos errichtet. Für vier weitere läuft das Genehmigungsverfahren.

Das Silo am alten Raiffeisen-Standort an der Luitpoldstraße wurde für die diesjährige Getreideernte noch einmal benötigt. Denn die vier weiteren 22 Meter hohen Silos wurden in diesem Jahr noch nicht gebaut. Die Fundamente sind schon gegossen. "Wenn die Platte liegt, dann sind die Silos schnell aufgebaut", sagt der Geschäftsführer der RWZ-Vertriebsgruppe Rheinland-Pfalz, Ralf Gerhard. "Bis zur nächsten Ernte können die Silos genutzt werden."

Das Baugenehmigungsverfahren laufe noch, erklärt Gerhard. Nach Auskunft des städtischen Bauamts fehlten noch Unterlagen. Vier rund zwölf Meter hohe Silos wurden bereits Ende 2013 an dem neuen Standort errichtet. Die ersten Silos waren nach dem geltenden Bebauungsplan möglich. Für die höheren muss der Bebauungsplan geändert werden. Der Stadtrat stimmte Ende Februar der Änderung zu. Hintergrund der zusätzlichen Silos ist der gestiegene Bedarf durch eine verbesserte Getreideannahme nach dem Umzug von der Luitpoldstraße an den Etzelweg. Die Lagerkapazität von rund 5500 Tonnen reichte nicht mehr aus. Mit den geplanten acht Silos wird eine Kapazität für rund 15 000 Tonnen Getreide geschaffen.

Auch wenn das alte Silo in diesem Jahr noch benötigt wurde, möchte Raiffeisen das Gelände mit dem Silo und der Technik veräußern. "So lange es aber keinen Käufer dafür gibt, nutzen wir das Silo und die Technik an dem Standort", sagt Gerhard. Wie schon vor zwei Jahren wiederholt Gerhard, dass Raiffeisen das Gelände schnell räume, wenn ein Interessent das Objekt mit oder ohne Silo kaufen möchte.

Während das Gelände mit dem Silo noch im Besitz von Raiffeisen ist, ist das Gelände auf der anderen Straßenseite, wo der Raiffeisenmarkt war, in das Eigentum der Stadt übergegangen. Raiffeisen hat das Gelände auch komplett geräumt. Die Vermarktung des Geländes stockt nach Auskunft von Anne Kraft, von der Stabsstelle Wirtschaftsförderung der Stadt, wegen der Altlastenproblematik. "Das hat aber nichts mit Raiffeisen zu tun. Das ist schon älter", betont Kraft. Für dieses Gelände am Rande der Innenstadt in der Nähe der Autobahnabfahrt wurde in der Vergangenheit immer wieder ein Elektromarkt ins Gespräch gebracht. Derzeit gebe es keine konkreten Interessenten, sagt Kraft.