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Aktivitäten der Händler in Zweibrücken für 2020

Gemeinsamhandel Zweibrücken : Spiele, Saarländer und Streetfood

Gemeinsamhandel-Chef Andreas Michel liefert eine Vorschau auf die Aktivitäten in diesem Jahr.

Das alte Jahr ist gerade erst mit Pauken, Trompeten und viel Feuerwerk verabschiedet worden. Doch die Händler in Zweibrücken planen bereits eifrig für das noch junge 2020. Neues Jahr, neues Glück – und neuer Umsatz.

Andreas Michel, Vorsitzender der Händlervereinigung Gemeinsamhandel, hat denn auch schon einiges für 2020 anvisiert, wie er auf Anfrage des Pfälzischen Merkur deutlich macht. „Natürlich haben wir wieder unsere vier verkaufsoffenen Sonntage“, sagt Michel.

Diese bildeten das Fundament eines jeden Jahres, hier gelte es, gerade auch auswärtige Besucher anzulocken und ihnen die Angebotspalette der Ladeninhaber vorzustellen. Die genauen Termine für die vier Sonntage konnte Michel noch nicht nennen, sie seien im April, September und Oktober – und, ganz konkret, am 29. November. Dieser Termin sei fixiert, handele es sich doch um den großen Abschluss des Jahres.

Doch der Reihe nach. Das Jahr ist lang und Michel und seine Händlerkollegen wollen viele Akzente setzen. „Es gibt wieder die Veranstaltung ,ZW gesund’, wir machen auch 2020 eine ,Kunstvoll’-Aktion, in der Künstler ihre Arbeiten in der Fußgängerzone ausstellen können und ein Spieletag ist ebenfalls geplant“, zählt der Händlersprecher auf.

Nicht zu vergessen der so genannte „Saarländertag“ Mariä Himmelfahrt (15. August). Um den hat es im vergangenen Jahr einige Diskussionen gegeben. Denn die Nachbarstadt Homburg feierte eine Premiere und veranstaltete am 15. August erstmals selbst einen verkaufsoffenen Tag. Und zwar ganz bewusst, um zu verhindern, dass allzu viel Kaufkraft aus dem Saarland nach Zweibrücken abfließt – stattdessen, so das Argument der Homburger Händler, sollten die Saarländer lieber ihr Geld in Homburg lassen (wir berichteten).

Michel hat diese Aktivitäten sehr aufmerksam verfolgt, macht er deutlich. Er hat zur Kenntnis genommen, dass die Homburger an ihrem verkaufsoffenen Tag an Mariä Himmelfahrt (für den sie im Gegenzug einen verkaufsoffenen Sonntag im Mai opferten) laut eigener Aussage eine sehr gute Resonanz verbuchten. Und Michel hat zur Kenntnis genommen, dass die Homburger auch 2020 an Mariä Himmelfahrt ihre Läden öffnen wollen.

Obwohl die saarländische Landesregierung mittlerweile erklärt hat, sie wolle dem einen Riegel vorschieben; Mariä Himmelfahrt sei im vorwiegend katholischen Saarland ein Feiertag, diesen gelte es besonders zu schützen, in Rheinland-Pfalz sei dies im Gegenzug schließlich ein normaler Werktag (wir berichteten).

Der Zweibrücker Gemeinsamhandel-Chef sagt, er werde sich davon nicht irritieren lassen. Ob die Homburger nun ebenfalls ihre Läden wieder öffnen oder nicht: „Wir feiern den ,Saarländertag’ bei uns. Das ist eine schöne Tradition, mit dem Schlagbaum am Hallplatz und all den anderen symbolischen Handlungen. Das gehört zu Zweibrücken, das ist eine Veranstaltung, die sehr gut angenommen wird – gerade auch von unseren saarländischen Nachbarn“, merkt Michel an. Und fügt selbstbewusst hinzu: „Mich würde es nicht stören, wenn die Homburger an dem Tag dennoch ihre Läden öffnen.“ Die Händler in Zweibrücken seien bereit, sich diesem möglichen Buhlen um die Gunst der Besucher zu stellen.

Gebuhlt werden soll natürlich auch wieder zum Ausklang des Jahres. „Wir machen wieder ein Streetfood-Festival, ganz klar“, stellt Michel in Aussicht. „Das Streetfood-Festival zum Abschluss von 2019 war außergewöhnlich stark besucht, das war spitze! Wir hatten auf dem Schlossplatz teilweise Stadtfest-Atmosphäre, so viele Besucher waren da“, freut sich Michel über die Resonanz.

Von daher sei es in der Händlerschaft überhaupt keine Frage, ob es 2020 wieder ein Streetfood-Festival geben wird – sondern lediglich, wann.

Und hier gab es durchaus Diskussionen, sagt der Händlersprecher. Michel räumt ein, dass er selbst, sowie Dieter Ernst von Edeka-Ernst und Sandra Cleemann, die den Spielwaren-Laden „Idee und Spiel Cleemann“ betreibt, dafür warben, das Streetfood-Festival mit verkaufsoffenem Sonntag am letzten Wochenende im Dezember zu feiern. „Der verkaufsoffenene Sonntag wäre dann am 27. Dezember gewesen. Für mich ein idealer Zeitpunkt. Vorher sind der Erste und Zweite Weihnachtsfeiertag, da sind die Geschäfte zu – die Leute wären am 27. Dezember richtig ausgehungert gewesen, shoppen zu gehen.“ Aber, so räumt Michel ein: „Der große Rest der Händler wollte einen anderen Termin. Und zwar Sonntag, 29. November. „Das ist der erste Advent. Sicher auch ein guter Zeitpunkt“, macht Michel klar, dass er mit diesem Termin gut leben kann.

Andreas Michel ist Vorsitzender von Gemeinsamhandel. Foto: Lutz Fröhlich

gemeinsamhandel-zw.de