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Airfield Truck Fest am Flugplatz Zweibrükcen

1. Airfield Truckfest in Zweibrücken : Tausende Besucher und 170 Laster

Ehrenamtliche Veranstalter sind überwältigt von Resonanz auf das erste Trucker-Fest auf dem Flugplatz Zweibrücken.

Drei große Trucks ließen die Besucher schon am Eingang des ersten Airfield-Truckfestes ahnen: Hier stehen große Maschinen bereit. 170 Trucks, um genau zu sein, präsentierten sich aufgereiht auf dem Festivalgelände auf dem Triwo-Flugplatz Zweibrücken.

Hier und da hupte es und vor oder zwischen den Trucks wurde auf eigens mitgebrachtem Campingmobiliar wie auf einem gemütlichen Campingplatz gegrillt, getrunken und erzählt. Ein typisches Truckerfestival eben, bei dem es ums Zusammenkommen geht, darum, seine Flotte zu präsentieren und bei Essen, Trinken und Musik eine gute Zeit zu haben.

Unter den Truckern war auch das Transportunternehmen Jung aus Enkenbach. Mit zehn Lkw waren sie nach Zweibrücken gekommen. „Wir wollten mit unseren Männern ein schönes Wochenende verbringen“, erklärte Firmenchef Michael Jung. Solch ein freiwilliger Firmenausflug ist für das Unternehmen keine Seltenheit. Auch auf dem bekannten Truckerfestival am Nürnburgring ist das Team regelmäßig Gast. Das erste Airfield Truckfest ist zwar nicht so groß, kam bei dem Transportunternehmen und seinem Team trotzdem gut an, auch wenn es seiner Meinung nach recht ruhig und überschaubar sei. „Aber die Stimmung ist trotzdem gut“, erklärte Michael Jung.

Eine Reihe weiter hatten es sich auch die Männer von Michel Transporte aus Überherrn eingerichtet. Mit vier Trucks war das Team gekommen und hatte sichtlich Spaß. Erfahren hatten sie vom Festival über Facebook. „Da haben wir gedacht, das wäre was für uns“, erklärte Alexander Michel. Für alle war es die erste Teilnahme an solch einem Truckerfest und noch am ersten Tag stand für das Team fest: sollte es im nächsten Jahr wiederholt werden, würden sie gerne wieder mit dabei sein. Doch nicht nur für die Trucker, sondern auch für alle anderen Besucher war das erste Airfield-Truckfest einen Besuch wert. Neben den Trucks gab es an allen drei Tagen Unterhaltung, Essen, Trinken und Livemusik. Am Freitagabend zuerst mit Celebrate Music4You, dann mit Lotti und Jake, die die passende Music für alle Line-Dance-Begeisterten spielten, am Samstagabend der Headliner mit Krachleder und einem 15-minütigen Feuerwerk und am Sonntag mit „The Red Couch“.

Marco Hoffmeister vom Zweibrücker Transportunternehmen Gillner, der das Festival zusammen mit Marcel Weidner vom Transportunternehmen Weidner aus Kleinsteinhausen und Jörg Litzenberger von Litzenberger Transporte aus Thaleischweiler als zuvor gegründeter Verein ins Leben gerufen und organisiert hatte, war am Ende des Wochenendes ziemlich ausgepowert, aber glücklich. „Es war der absolute Hammer. Mir haben zwischendrin die Worte gefehlt. Es ist super angekommen, selbst bei den Menschen, die mit Lkw’s im Grunde nichts zu tun haben. Das war zum Teil echt überwältigend“, zog Hoffmeister ein Resümee. Alleine am Samstagabend besuchten etwa 2500 Menschen das Fest, am Sonntag nochmals so viele. „Es war einfach geil. Aber jetzt sind wir alle ziemlich fertig, das hat schon geschlaucht“, erklärte auch Marcel Weidner. Kein Wunder, stemmte das Team den überwiegenden Teil nur mit Unterstützung zahlreicher Helfer aus dem Familien- und Freundeskreis. Ob es das Festival auch nächstes Jahr wieder geben wird, steht und fällt mit der Abrechnung. Weden nach Abzug aller Ausgaben schwarze Zahlen geschrieben, und sei es auch nur ein einziger Euro, findet es wieder statt