Mannlich-Realschule plus Die Diskussionskultur erhalten

Zweibrücken · Die Mannlich-Realschule plus hat ihre Abgänger verabschiedet.

„Die Stars gehen“ – die Absolventen und Absolventinnen der 9a sowie der drei 10. Klassen der Mannlich-Realschule plus 2024.

„Die Stars gehen“ – die Absolventen und Absolventinnen der 9a sowie der drei 10. Klassen der Mannlich-Realschule plus 2024.

Foto: Ralf Linn

„Ich wünsche euch viel Mut und Engagement für eure weitere schulische, berufliche und private Zukunft.“ Mit diesen Worten verabschiedete der Direktor der Mannlich-Realschule plus, Markus Meier, am Freitag 91 Schulabsolventen und -absolventinnen in einen neuen Lebensabschnitt.

Auf der Abschlussfeier unter dem Motto „Hollywood“ in der Aula des benachbarten Hofenfels-Gymnasiums erinnerte der Schuldirektor dabei in einer kurzen Rede an pandemiebedingt nicht immer einfache, aber auch an schöne Momente der zurückliegenden Schuljahre. Den 21 Schülern und Schülerinnen der Klasse 9a, die die Schule mit dem Hauptschul-Abschluss, und den weiteren 70 der Klassen 10 a, b und c, die die Schule mit der Mittlere Reife verlassen, gab er aber auch wertvolle Anregungen und Ratschläge mit auf den Weg.

Mit den Worten „bildet euch eure eigene Meinung, die ihr höflich, aber bestimmt vertretet und hört euch die Argumente des Gegenübers an“ ermahnte Meier die Schüler „einer Zeit der massiven Spaltung der Gesellschaft“ mit ihrem Auftreten dafür zu sorgen, dass „die Diskussions- und Gesprächskultur nicht verloren geht.“ Im Idealfall habe man in der Schule bereits das Diskutieren erlernt, so der Rektor weiter.

Gerade jetzt in einer Zeit, in der Themen wie Klimawandel, Energieprobleme oder Ukrainekrieg in einer Weise kommuniziert würden, dass es einem Angst werden könne, sei es wichtig, das eigene Gehirn einzuschalten und sich nicht einseitig zu informieren. Er mahnte aber auch an, Rückgrat zu zeigen. „Lasst euch nicht abschrecken, wenn ihr anders denkt“, so der Rektor weiter.

Sein Hinweis auf die Wichtigkeit, immer wieder das persönliche Gespräch zu suchen, bezog er dabei auch auf die Unart, selbst an der Bushaltestelle lieber mit dem Handy zu kommunizieren, als mit dem Nachbarn.

Sein Plädoyer für das „miteinander reden“ wollte Meier aber keinesfalls mit erhobenem Zeigefinger verstanden wissen. Sondern als ehrlichen Ratschlag für die 91 jungen Leute, von denen der größte Teil jetzt seine schulische Laufbahn durch den Besuch einer weiterführenden Schule fortsetzen will. Und sehr zu seiner eigenen Freude bemerkte der Rektor auch, dass weitere 25 Prozent bereits eine Ausbildungsstelle haben.

Wie Markus Meier hatten im Anschluss an seine Rede auch Schülersprecherin Ida Selb, die Klassenlehrerin der 10c, Cornelia Poersch, und Schulelternsprecher Markus Siegrist aufmunternde Worte für die Abgängerinnen und Abgänger vorbereitet