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Abschluss der messe2brücken: Veranstalter zufrieden

ehemaliges ZW aktiv : Meist zufriedene Gesichter bei Messe2brücken

Der erste Tag wäre fast den unwetterbedingten Überschwemmungen zum Opfer gefallen.

Ein sehr detailliertes Leistungsbild zeichneten Zweibrücker Handel, Handwerk und Dienstleister bei der dreitägigen „Messe 2brücken“. Betriebe und Unternehmen aus dem Zweibrücken Umland wie der gesamten Region sagten ihre Unterstützung dabei zu. 65 Aussteller wussten auf dem Gelände am Ende der Rennwiese zum Badeparadies hin wie auf dem Parkplatz hinter dem Westpfalzstadion einen Messeplatz mit vielen bunten Informations- und Verkaufstupfern zu zeichnen. Messeorganisator und Veranstalter Michael Conzelmann ist insgesamt vollauf zufrieden. Die teilnehmenden Aussteller derweil nicht allesamt. Die weltpolitische Lage, Fragen zu Energiekosten und solchen Dingen seien spürbar im Augenblick verkaufshemmend.  

Nach einem erfolgreichen Neustart für die „Messe 2brücken“ als Nachfolgerin von „Zweibrücken aktiv“ im Jahr 2019 sollte im zwei-Jahres-Rhythmus die Messe  2021 in Neuauflage wiederholt werden, doch dann kam mit der Pandemie die Zwangspause und eine Terminverschiebung auf dieses Jahr. Den Messeauftakt vom letzten Freitag, mit vielen interessierten Schülern der Zweibrücker Schulen ganz im Messemotto „Beruf und Ausbildung“, ist nach den Worten von Michael Conzelmann ein geradezu bombastischer Auftakt gewesen.

Der offizielle Rundgang mit Oberbürgermeister Marold Wosnitza, Landrätin Susanne Ganster und weiteren Spitzenkommunalpolitikern der Stadt Zweibrücken ein harmonischer Abschluss des ersten Messetages, der um Haaresbreite dem Unwetter von Donnerstag auf Freitag zum Opfer gefallen wäre. „Das Wasser stand bereits so hoch wie der Boden im 1000 Quadratmeter großen Ausstellungszelt“, so Ausstellungsmacher Conzelmann. Aber in enger Zusammenarbeit mit der Stadt waren alle schnell Herr der Situation, bekamen die Dinge umgehend in den Griff.

Die angehenden Azubis erhielten bei vielen gemeldeten Handwerkern, Handelsleuten und Dienstleitern jede Menge an Informationen. Conzelmann: „Die Rückmeldungen waren meist positiv, die umfassende Information stand im Mittelpunkt.“ Er konstatiert weiter einen verhaltenen Verlauf am Samstag und bei bestem Wetter am Sonntag einen überaus guten Zuspruch.

Auf Spezialgeräten des Forstwirts Thorsten Heller durfte ein Fünfjähriger unter fachlicher Anleitung die Stellhebel der Hydraulikanlage bedienen und war dabei voll in seinem Element. Die mögliche Dienstleistung sichtbar machen ist für den Firmenboss und Gattin Francesca ein Credo. Die Information steht im Vordergrund. Viele Kunden kamen direkt an den Stand zu Gesprächen, das sei alles sehr positiv alles gewesen.

Ähnlich Rüdiger Wilhelm vom großen Zweibrücker Radsportgeschäft Sieber. „Ja, wir Mitarbeiter hier auf der Messen fehlen an drei Tagen im Hauptgeschäft wo derzeit eigentlich jede Kraft gebraucht wird. Hier auf der Messe können wir aber Kontakte pflegen, informieren, die Besucher können direkt testen, haben nicht den nächsten Kunden sozusagen im Nacken wie im Geschäft. Jetzt haben wir gute Verkaufsgespräche mit Kontakten geknüpft die wir weiterverfolgen. Den einen oder anderen sicher mit Verkaufserfolg.“

Patrick Müller von führerscheinfreien Auto für 15 Jährige war  rundum zufrieden mit dem Auftritt in Zweibrücken. Ein Auto verkauft, drei weitere Kleinwagen die 45 kmh  schnell sind und nur ein kleines, blaues Versicherungsschild benötigen, bestellt, wass will man da noch mehr?

Also nur Positives? Nein, Bäcker Michael Grunder aus Rieschweiler-Mühlbach hakt das Messeerlebnis negativ ab. Frühstücksbesucher blieben aus, Schüler am Freitag und fehlende Besucher am Samstag kamen nicht zum Backwarenstand. Grunder hatte jede Menge Warenüberschuss auf der dieser sitzen blieb. Der gute Besuch am Sonntag kurbelte zumindest den Brotverkauf mit dem Aufdruck „1,2,3 – sei dabei“ an und wird der Jugendfeuerwehr der Stadt Zweibrücken eine hübsch Spende bescheren.

Für Stefan Bauer aus Rodalben, mit Lederdesign und Accessoires war dieser zur Stelle, sind die drei Messetage gleichfalls ein Zusatzgeschäft geworden. Der Euro für schöne Damentaschen oder Gürtel sitzt im Augenblick halt nicht locker. Eine Erfahrung die Bauer mit seinem Team in Zweibrücken machen musste.

Zweibrückens Oberbürgermeister Marold Wosnitza hingegen war mit dem Ergebnis der Messe zufrieden. „Man merkt, dass die Leute und die Unternehmen wieder Lust haben raus zu gehen. In der Pandemie haben alle ein Stück weit gelitten, aber die Unternehmen hat es ganz besonders getroffen. Umso wichtiger  ist es, dass die Messe jetzt wieder stattfinden kann und die Möglichkeit bietet, das breite Spektrum der Unternehmen in Zweibrücken und der Region zu zeigen!“