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Abc-Schützen: Zahl leicht rückläufig

Abc-Schützen: Zahl leicht rückläufig

An den acht Grundschulen in Zweibrücken gebe es durchaus unterschiedliche Entwicklungen, räumt Bürgermeister Rolf Franzen ein. Aber auch bei der kleinsten Grundschule in Rimschweiler denke niemand über eine Schließung nach, betont er.

1075 Kinder wurden im vergangenen September in den acht Zweibrücker Grundschulen eingeschult. Nach der Prognose aus den Daten des Melderegisters werden es im Herbst 2020 1061 Abc-Schützen sein. "Das sieht nicht negativ aus", wertet Bürgermeister und Schuldezernent Rolf Franzen die Zahlen. Vor allem vor dem Hintergrund der allgemein zurückgehenden Bevölkerungs- und Geburtenzahl.

Mit Blick auf die Stadtentwicklung sei es erfreulich, dass das Schulangebot als "weicher Standortfaktor" gleich bleibe. So ging nach dem Schulentwicklungsplan der Stadt die Gesamtschülerzahl der acht Grund-, der zwei Förder- und der zwei Realschulen, sowie der beiden Gymnasien und der Berufsbildenden Schule vom Schuljahr 2009/10 bis zum Schuljahr 2014/15 stetig zwischen einem und drei Prozent zurück. Franzen: "Das war kein dramatischer Rückgang." Aktuell besuchen 1075 Kinder die Grundschulen , 1212 die beiden Realschulen, 2043 die beiden Gymnasien, 111 die beiden Förderschulen und 1530 die Berufsbildende Schule. Insgesamt 5971 - gegenüber 6186 im Schuljahr 2013/14.

Und auch die Prognosezahl der Einschulungen bis zum Schuljahr 2020/21 sei kein Grund zur Besorgnis. Wobei es an den acht Grundschulen durchaus unterschiedliche Entwicklungen gebe. Aber auch bei der kleinsten Grundschule in Rimschweiler denke niemand über eine Schließung nach, betont Franzen.

Beim aktuellen Schuljahr werden in der Statistik die tatsächlichen Zahlen verwendet. In den Folgejahren basieren die Zahlen auf den Daten des Melderegisters. Diese umfassen lediglich die schulpflichtigen, so genannten "Muss-Kinder". Durch die "Kann-Kinder"-Kinder, die erst in den ersten Wochen des Schuljahres das sechste Lebensjahr vollenden, kann es zu höheren Schülerzahlen kommen. Nach der Erfahrung des Schulamtes gibt es eine durchschnittliche Erhöhung um drei Prozent.

Im Schuljahr 2009/10 besuchten 175 Kinder die Albert-Schweitzer-Schule in Ernstweiler. In diesem Jahr sind es 140. Nach der Prognose sind es 2018/19 sogar 215. In den kommenden sechs Jahren sind es bis auf 2015/16 stets mehr Schüler als von 2009/10 bis jetzt. In der Breitwiesen-Schule bewegt sich die Prognosezahl zwischen 150 und 160. Das sind mehr als in den vergangenen drei Jahren. In der Hilgard-Schule in Niederauerbach bleibt die Zahl zwischen 130 und 140 in etwa auf dem Niveau der letzten beiden Jahre.

Die Thomas-Mann-Schule in Ixheim war bis 2013/2014 (2009/10 waren es 250) die größte Grundschule. Schon zuvor war die Schülerzahl gesunken. Eine Tendenz, die sich bis Ende des Prognosezeitraums (148) fortsetzt. Auch bei der Grundschule Mittelbach ging die Schülerzahl seit 2009/10 zurück. In den kommenden beiden Jahren werden es noch einmal mehr, bevor die Zahlen wieder zurückgehen.

Die Pestalozzischule hatte zuletzt stets über 200 Schüler. Bis 2020 bewegt sich die Zahl zwischen 180 und 190. Die Grundschule Rimschweiler ist seit einem Jahrzehnt die kleinste Grundschule. In den nächsten Jahren werden die vier Klassen nicht mehr als 50 Kinder besuchen. Die Grundschule in Sechsmorgen hat weiter Schwankungen. So sind es 2016/17 vermutlich 117 Schüler und 2020/21 sollen es 139 sein.