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„A winters Tale“: Fliegende Pferde und unsterbliche Liebe

„A winters Tale“: Fliegende Pferde und unsterbliche Liebe

Will Smith als Lucifer, ein fliegendes weißes Pferd, dazu Wunder und sich in Sterne verwandelnde Menschen - "A winters Tale" (Warner) hätte jede Menge Potenzial besessen, zum kitschigen Ausflug nach Absurdistan zu werden.

Dass die Leinwand-Adaption von Mark Helprins Fantasy-Roman stattdessen als anrührender Film funktioniert, liegt vor allem an drei starken Akteuren. Colin Farell (alias Peter Lake) und Jessica Brown Findlay geben ein formidables Liebespaar ab, unter der Regie des oscarprämierten Drehbuchschreibers Akiva Goldsman brilliert dazu Russel Crowe als dämonischer Bösewicht Pearly Soames. Vor ihm, seinem Ex-Chef, ist Dieb Lake zu Beginn im New York des frühen 20. Jahrhunderts auf der Flucht. Doch das weiße Pferd rettet ihn und bringt ihn in Kontakt mit der rothaarigen Beverly Penn.

Diese leidet unter Schwindsucht, beide verlieben sich sofort unsterblich ineinander. Als sie bald darauf stirbt und Gangsterboss Pearly Soames Lake zu töten versucht, verliert dieser sein Gedächtnis. Auch hundert Jahre später noch sucht er nach seiner "Mission", nach dem Wunder, das nur er erfüllen kann und ihm erlaubt, zu den Sternen aufzusteigen. Erzählt wird das alles in 118 Minuten voller prächtiger, oft winterlicher Bilder von New York mit Akzenten auf den Lichteinfällen, dazu in einer Story, die trotz ihrer Phantastik bannt. Ein sehenswertes Filmmärchen.