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54 Füße im Synchron-Stepp-Modus

54 Füße im Synchron-Stepp-Modus

Am Sonntag, 5. Februar, ist „The National Dance Company of Irland“ mit „Rhythm of the Dance“ in der Zweibrücker Festhalle zu sehen. Merkur -Mitarbeiterin Nadine Bröcker hat vorab mit Arvid Enge gesprochen. Im Interview verrät der Deutschland-Produzent der Show, was die irische Stepptanzproduktion so besonders macht und warum man diese Veranstaltung auch mehrere Jahre hintereinander besuchen kann.

Herr Enge, seit 18 Jahren begeistert die Show "Rhythm of the Dance" Millionen Zuschauer in insgesamt 44 Ländern. Was glauben Sie, warum ist diese Faszination bis heute ungebrochen?

Arvid Enge: Ich glaube, dass in Deutschland - das merkt man ja auch an den ganzen Irish Pubs, die es gibt - grundsätzlich eine große Affinität zu Irland und zur irischen Musik besteht. Es fällt mir immer wieder auf, dass irische Musik sehr populär in Deutschland ist. Ob jüngere Leute oder ältere, jeder mag diese Art der Musik .

Also denken Sie, es liegt nur an der Musik ?

Enge: Ich glaube, die Musik ist ein ganz wichtiger Bestandteil. Es ist aber auch der Tanz. Wir Deutschen haben ein ganz besonderes Interesse an der irischen Kultur, der Folklore und dem Land selbst. Das erleben wir gerade auf der Tour mit Tausenden von Zuschauern.

Faszinierend ist ja auch, dass so viele Menschen gleichzeitig auf der Bühne stehen, wie viele werden es denn in Zweibrücken sein?

Enge: Das auf jeden Fall, und dass sehr synchron gesteppt wird. Es wirkt natürlich unheimlich faszinierend, wenn Tänzer in einer Linie stehen und sehr synchron steppen. Das ist auch der große Unterschied beispielsweise zum amerikanischen Stepptanz . Beim irischen Stepptanz sind es in erster Linie die Füße, die in Bewegung sind, der Oberkörper ist relativ still, während beim amerikanischen Stepptanz auch der Oberkörper im Einsatz ist. In Zweibrücken sind insgesamt 27 Personen auf der Bühne, wobei da auch eine Liveband dabei ist. Denn die gesamte Musik ist nicht vom Band, sondern wird live eingespielt und dazu gesteppt. Das ist eine ganz große Besonderheit dieser Show, dass kein einziger Ton, der von der Bühne kommt, per Play-back eingespielt wird. Dabei sind die typisch irischen Instrumente zu hören, wie Flöte, Geige oder Harfe.

Das klingt nach ziemlich viel Organisation?

Enge: Genau, neben dem Ensemble muss ja auch die Technik geliefert werden. Für all das gibt es zwei Reisebusse: einen für die Künstler, die jeden Abend in entsprechenden Hotels wohnen, und einen Reisebus, ein Spezialbus, für die Techniker, weil die das Problem haben, dass sie über Nacht von A nach B kommen müssen - weil sie bereits am nächsten Morgen am nächsten Spielort mit dem Aufbau beginnen müssen - und auch schlafen wollen. Das heißt, sie können in diesem Bus tatsächlich auch wohnen, denn es sind Betten drin, wie ein großes Wohnmobil für zehn Personen. Und dann gibt es einen LKW, in dem die komplette Technik transportiert wird.

Wenn ich in den Jahren zuvor schon mal eine Veranstaltung von "Rhythm of the Dance" besucht habe, kenne ich dann nicht schon alles?

Enge: Nein, das Programm wechselt grundsätzlich jedes Jahr. Es ist so, dass die Tänzer zu traditionellen irischen Stücken steppen oder eben auch die Musiker traditionelle irische Stücke spielen. Und wir sind bemüht, jedes Jahr andere irische Texte zu präsentieren. Wir wollen zeigen, wie vielfältig die irische Musik ist.

Das Programm dauert zwei Stunden, wird es nicht irgendwann auch langweilig, wenn die ganze Zeit nur gesteppt wird?

Enge: Ganz und gar nicht. Was diese Show auch ausmacht und von anderen unterscheidet: Wir haben auch drei Tenöre mit dabei, die irische Volkslieder singen. Der Fokus liegt nicht alleine dem Stepptanz , sondern darauf, das gesamte Spektrum der irischen Musik und des Tanzes darzustellen. Dabei wird auch eine Liebesgeschichte dargestellt, die sich als roter Faden durch die gesamte Show zieht.

Und die Darsteller sind auch "echte" Iren?

Enge: Ja, ausschließlich (lacht). Die Tänzer sind zu 80 Prozent tatsächlich Iren; und die paar, die es nicht sind, sind entweder Schotten oder Engländer, ab und an auch mal Australier. Aber selbst die haben immer irische Wurzeln. Alle sind mit Herzblut dabei und leben ihre Wurzeln richtig aus.

Zum Thema:

Gewinnen Die Tanzshow "Rhythm of the Dance" gastiert am Sonntag, 5. Februar, um 20 Uhr in der Festhalle Zweibrücken. Es sind noch wenige Tickets verfügbar. Der Pfälzische Merkur verlost zwei Mal zwei Karten. Ticketverlosung unter www.pfaelzischer-merkur.de/ticketsgewinnen . Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner werden benachrichtigt. Teilnahme bis Dienstag, 2. Februar. red