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31-Jähriger greift 22-Jährigen in Zweibrücken mit Mauser und Faustschlägen an

Streit um Belanglosigkeit in einem Zweibrücker Mehrfamilienhaus : Bekannten mit Waffe aus Zweitem Weltkrieg bedroht

Die Zweibrücker Polizei sieht keinerlei Hinweise auf einen politischen Hintergrund.

Ein 31-Jähriger hat in Zweibrücken einen 22-Jährigen verletzt und mit einer Langwaffe bedroht. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, rief das Opfer am Mittwoch gegen 19.50 Uhr die Polizei, weil der mutmaßliche Täter ihn im Streit mit den Fäusten geschlagen und mit der Waffe bedroht habe.

Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung des 31-Jährigen fand die Polizei die Waffe. Es handle sich dabei um einen funktionsfähigen Karabiner aus dem Zweiten Weltkrieg (Kaliber 7,62 Millimeter). Außerdem seien 18 Schuss Munition sichergestellt worden. Zu den Hintergründen der Tat und der Herkunft der Waffe werde derzeit noch ermittelt. Gegen den 31-Jährigen wurde ein Verfahren wegen Bedrohung, Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.

Auf Merkur-Nachfragte erklärte Polizeiinspektionsleiter Matthias Mahl, es gebe keinerlei Hinweise, dass die Auseinandersetzung einen politischen Hintergrund gehabt haben könnte. Die beiden Männer hätten sich gekannt. Anlass der Tat sei nach bisherigem Ermittlungsstand ein Streit um „Belanglosigkeiten“ gewesen. Der Beschuldigte habe sich allerdings noch nicht geäußert. Nach derzeitigen Erkenntnisse habe er für seine Waffe des Herstellers Mauser keinen Waffenschein. Warum er die Waffe besitzt, sei noch unbekannt.

Beide Beteiligten seien Deutsche. Tatort sei ein Mehrfamilienhaus „im Stadtgebiet“ gewesen. Straße oder Stadtteil nannte Mahl aufgrund des Persönlichkeitsschutzes nicht.