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2015 soll Festhalle 790 000 Euro Miese machen

2015 soll Festhalle 790 000 Euro Miese machen

Mit einer Ideenbörse will Oberbürgermeister Kurt Pirmann versuchen, das Defizit der Festhalle zu verringern. Zunächst jedoch wird sich der Verlust um etwa 16 000 Euro im Vergleich zum Jahr 2014 erhöhen.

Ohne Nachfragen haben die Stadtratsmitglieder den Verlust der Festhalle von rund 774 000 Euro (kassenwirksam: 343 000 Euro ) festgestellt. Der kassenwirksame Verlust werde im Wirtschaftsjahr 2015 ausgeglichen. Oberbürgermeister Kurt Pirmann (SPD ) erinnerte an die Vorberatung im Hauptausschuss am 3. Dezember (wir berichteten). Es sei schwer, den Verlust herunterzuschrauben. Pirmann: "Mit dem derzeitigen Pächter fahren wir gut, wenn man sich das Gesamtbild anschaut." Bei der einstimmigen Verabschiedung des Wirtschaftsplans 2015 wies Pirmann darauf hin, dass 2013, 2014 und 2015 sowohl Abschreibungen (um die 430 000 Euro ) als auch der Jahresverlust immer ähnlich hoch ausfielen. Für 2015 soll er sich auf knapp über 790 000 Euro erhöhen. Pirmann: "Wir werden uns mit allen relevanten Kräften des Hauses zusammensetzen und eine Ideenbörse machen, wie wir ein besseres Ergebnis erzielen können." Die Zahlen wichen nicht von denen vergleichbarer Einrichtungen ab. "Solche sind nicht kostendeckend zu betreiben. Schon gar nicht in einer kleinen Stadt wie in Zweibrücken ", sagte Pirmann, verwies aber auf die Rolle der Festhalle als Veranstaltungsort und -identifikationsort für die Bürger. Auch ihm selbst wurde vom Rat für den Jahresabschluss ohne Widerspruch entlastet.

Die Prüfung hatte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Wibera Wirtschaftsberatung AG durchgeführt - dies zu oft, wie der rheinland-pfälzische Rechnungshof moniert hatte. Bereits seit über 40 Jahren würden die Stadtwerke (denen die technische und kaufmännische Betriebsführung der Festhalle obliegt) von der gleichen Prüfungsgesellschaft betreut. Daher sollte die prüfende Firma laut der Sitzungsvorlage "zur Wahrung von Unbhängigkeit, Neutralität und Objektivität" regelmäßige wechseln. Die Jahre 2014 bis 2018 prüft nun die BRV AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Frankfurt/Main. Dies sei laut OB Pirmann eine "eine große Gesellschaft mit einem günstigen Angebot".