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20. Nacht der Lichter Zweibrücker Alexanderskirche

Zweibrücker Alexanderskirche : 20. „Nacht der Lichter“ in der Alexanderskirche

Meditative Gesänge und geistige Impulse ermöglichen Antworten auf die Frage: „Was trägt uns in Notsituationen?“.

Was trägt uns, wenn scheinbar nichts mehr trägt? Worauf vertrauen wir in Notsituationen und Kriesenzeiten, wenn „der Himmel“ einzustürzen scheint und nichts mehr ist, wie es vorher war? Die 20. „Nacht der Lichter“ in der Zweibrücker Alexanderskirche lädt am Sonntag, 9. Februar, um 18 Uhr ein, in sich hineinzuspüren: Worauf vertraue ich? „Verbinden mit dem Wesentlichen“ – hierzu gibt Pfarrer Günter Sifft ebenso Impulse wie die dazu ausgewählten Taizélieder. Im Mittelpunkt steht, wie jedes Jahr im Februar, die Jahreslosung 2020: „Herr, ich glaube, hilf meinem Unglauben!“ „Das Wesentliche im Leben kommt oft erst in Krisensituationen zum Vorschein“, weiß Pfarrer Günter Sifft, „und die Verbindung mit dem Wesentlichen hilft bei der Bewältigung solcher Situationen.“

Gestaltet wird dieser rund einstündige, besinnliche Abend in Form einer Taizé-Andacht von der Protestantischen Kirchengemeinde Zweibrücken-Mitte sowie dem Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst Südwestpfalz. Es ist die Auftaktveranstaltung zum 20-jährigen Jubiläum des Ambulanten Hospizdienstes.

Die Teilnehmer treten ein in den von Stille geprägten Kirchenraum, in dem nur der Altarraum und die Taizé-Ikone darauf von vielen Kerzen erleuchtet sind. Jeder Besucher bekommt von den Kindern ein Liedblatt und eine Kerze gereicht, die durch den Abend begleiten. Nach den ersten Gesängen wird das Licht der Osterkerze an die Besucher verteilt. Die zunächst dunkle Alexanderskirche verwandelt sich in ein warmes Lichtermeer. Ein Projektchor hat sich darauf vorbereitet, die Gemeinde beim gemeinsamen, mehrstimmigen Gesang zu unterstützen.

Mit Gesängen beten ist eine wesentliche Form der Taizé-Andacht. Kurze, stets wiederholte Lieder schaffen eine meditative Atmosphäre, in der man sich gut sammeln, ganz bei sich ankommen kann. Der aus wenigen Wörtern bestehende Grundgedanke eines Liedes prägt sich durch die häufige Wiederholung allmählich tief ein. Eine innere Ruhe entsteht. Die Gesänge und Lesungen in verschiedenen Sprachen führen in eine internationale Verbindung mit Menschen rund um den Globus. Kerzenlicht und Stille laden dazu ein, der globalen Gemeinschaft nachspüren und zu erleben, wie eine Verbindung mit dem Wesentlichen persönlich zutiefst bewegt. Mit  einem offenen Singen und gemütlichen Beisammensein mit Tee und Gebäck klingt der Abend aus. Mitarbeiterende des Hospizdienstes stehen für Gespräch bereit.