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Zweibrücker Weihnachtsmarkt : 13 Nikoläuse und ein Einbruchsversuch

Zweibrücker Weihnachtsmarkt : 13 Nikoläuse und ein Einbruchsversuch

Trotz des Wetters zeigen sich Veranstalter und Standbetreiber mit dem Verlauf der Veranstaltung zufrieden.

Eine positive Bilanz des diesjährigen Weihnachtsmarktes in Zweibrücken zieht Organisator Heiko Saberatzky: Insgesamt könne er zufrieden sein. Zumal an manchen Tagen der Schnee oder Regen den einen oder anderen von einem Besuch abgehalten haben könnte. Große Änderungen seien nicht nötig. Beim Bühnenprogramm setze er auch künftig auf eine gute Mischung.

So gab es zum Beispiel in diesem Jahr mit Sven Hieronymus und Elliot zum Finale weniger weihnachtliche Klänge zu hören: „Es gibt aber auch Gäste, die das schätzen.“ Besonders bedankt sich Saberatzky beim THW, das nicht nur für den Aufbau der Hütten zuständig war, sondern auch für die Versorgung mit Strom und Wasser, sowie für Erste Hilfe bereitstand.

Einziger Wermutstropfen sei der versuchte Einbruch in das Technikhaus der Bühne gewesen. Nach Angaben der Polizei versuchten hier Unbekannte in der Nacht zum Samstag einzudringen. Als das misslang, entwendeten sie zwei Funknetzempfänger und zerschnitten mehrere Elektrokabel. Der Schaden belaufe sich auf rund tausend Euro. „Trotz Nachtwache kann man das nicht verhindern“, erklärt Saberatzky. Die beiden Männer hätten den gesamten Platz inklusive Vertiefung zu überwachen. Da die Tat wohl nur wenige Minuten gedauert hat, sei sie dem Wachpersonal nicht aufgefallen. Mehr Sicherheitsleute würden zu höheren Kosten führen, die letztendlich die Standbetreiber dann bezahlen müssten.

Auch Petra Stricker, Leiterin des Stadtmarketings, ärgerte sich über Straftaten. So ist ein liebevoll geschmückter Christbaum gestohlen worden (wir berichteten) – ein anderer wurde verwüstet. „Das ist leider in allen Städten zu beobachten und nicht nur in Zweibrücken“, betont sie. Doch der Markt selbst sei ein Riesenerfolg gewesen.

Einer der Höhepunkte am gestrigen Sonntag war das Treffen der Nikoläuse, zu der gleich 13 Teilnehmer erschienen (voriges Jahr waren es neun), darunter ein Knecht Ruprecht und ein, so Stricker, ehrwürdiger Nikolaus. Schließlich war Nikolaus kein Weihnachtsmann, wie dieser auch klarstellte, sondern ein Bischof, der im vierten Jahrhundert in Kleinasien lebte. Alle Nikoläuse erhielten bei der Aktion von Stadtmarketing und Gemeinsamhandel Zweibrücken einen schönen Preis. Ausgezeichnet wurden auch die schönsten Weihnachtsbäume. Die Jury entschied sich, den ersten Platz an die Grundschule Rimschweiler zu vergeben. Sie darf sich über 150 Euro freuen. Zweiter wurde die Grundschule Sechsmorgen (100 Euro) und Dritter die Pestalozzischule (50 Euro). Saberatzky ehrte die am schönsten geschmückten Buden. Hier hatte die Selbsthilfegruppe Hartz IV die Nase vorn. Zweite wurde die IGS Contwig und Dritter Rolf Henning.

Zum musikalischen Rahmenprogramm gehörten unter anderem die „Lords“. Foto: norbert rech
Organisator Heiko Saberatzky. Foto: Norbert Rech

Auch die Standbetreiber scheinen mit dem Verlauf des Marktes zufrieden zu sein. „Das Ganze steht und fällt mit dem Wetter“, sagte Heike Manz aus Kleinbundenbach. Sie hatte neben Socken Bastelarbeiten aus Holz im Angebot. Andreas Wiese, Betreuer der ersten Mannschaft der VTZ-Handballer, berichtete, dass die meisten Gäste erst gegen Abend gekommen seien. Der Platz in der Vertiefung sei gut und erfreue sich auch regen Zuspruchs. „Es ist für die ehrenamtlichen Helfer auch toll, wenn etwas los ist“, so Wiese. Erstens gehe dann die Zeit schneller herum – zum anderen fließe auch der eine oder andere Euro in die Vereinskasse.