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10. große Kampfhuhnschau beim Kleintierzuchtverein Zweibrücken

Kleintierzuchtverein Zweibrücken : Die schönsten Kampfhühner der Region

Beim Kleintierzuchtverein Zweibrücken fand in der Züchterklause die 10. große Kampfhuhnschau statt. Dabei kam es auf die Schönheit der Tiere an, aber auch auf Stand und Haltung.

„Spieglein, Spieglein an der Wand. Wer ist die Schönste im ganzen Land?“ So hätte es vor wenigen Tagen in der Züchterklause in Bubenhausen klingen können, denn tatsächlich ging es zwei Tage lang um die Schönheit. Im Fokus des Geschehens allerdings keine Menschen, sondern Hühner. Kampfhühner um genau zu sein.

Bei der 10, offenen Kampfhuhnschau, zu der der Kleintierzuchtverein Zweibrücken eingeladen hatte, stellten dabei insgesamt 32 Aussteller 277 Tiere aus. Fünfzehn Kampfhuhnrassen verschiedener Farben waren dabei zu sehen. „Das ist ein Rekordmeldeergebnis“, freute sich der Vorsitzende des Kleintierzuchtvereins, Gerhard Müller, über die hohen Anmeldezahlen im Jubiläumsjahr. „Es spricht sich rum, dass unsere Schau beliebt ist, auch wegen der Preise, die wir vergeben“, vermutet Gerhard Müller weiter. Neben Präsentkörben und anderen Sachpreise für die ausgezeichneten Hühner erhielten in diesem Jahr alle Aussteller auch einen vom Verein eigens angefertigten Jubiläumskrug zum Andenken an diese zehnte offene Kampfhuhnschau.

„Wir haben Züchter, die stellen jedes Jahr bei uns aus, aber es sind auch immer wieder neue dabei“, freut sich auch der zweite Vorsitzende August Stadler. Die Aussteller kommen dabei nicht nur aus Zweibrücken sondern auch unter anderem aus dem Saarland, Hessen aber auch aus Frankreich.

Hauptbestandteil der Kampfhuhnschau, neben dem geselligen Beisammensein, ist natürlich die Bewertung der Tiere nach Rassemerkmalen. Dabei kommt es auf die Schönheit an, aber auch auf Stand und Haltung. Die Tiere sollen möglichst „fehlerfrei“ sein. So führen etwa krumme Zehen zum Punktabzug. Die Bewertung der Tiere nahmen Sonderrichter vor, die für die Bewertung von Kampfhühnern eigens eine Sonderprüfung abgelegt hatten. „Jedes Tier wird herausgenommen und betrachtet“, erklärt Gerhard Müller den Bewertungsvorgang.

Das Kampfhuhn ist deshalb zur Zucht und Ausstellung so beliebt, weil es wirklich ein hübsches Tier ist und deutlich eleganter wirkt, als das Haushuhn. Es handelt sich dabei um ein reines Sporthuhn, das verhältnismäßig wenig Eier legt und zur Nutzzucht eher unwirtschaftlich ist. Die Bezeichnung „Kampfhuhn“ geht dabei auf alte Gewohnheiten zurück, als diese Tiere noch für Wettspiele und echte Kämpfe um Leben und Tod genutzt wurden, wie es heute in manchem asiatischen Landstrich leider immer noch betrieben wird.

In Deutschland ist das seit vielen Jahren verboten. Aggressiv sind die Schönheiten nämlich eigentlich überhaupt nicht. „In der Regel sind sie vom Wesen her sehr zutraulich“, erklärt August Stadler, der seit etwa vierzig Jahren Kampfhühner züchtet. Gerhard Müller kann das nur bestätigen, auch er beschäftigt sich seit etwa fünfzig Jahren mit den Kampfhuhnrassen und schätzt besonders die Eleganz der Tiere.

Nach dieser guten Resonanz der Ausstellung steht übrigens schon jetzt fest, dass es natürlich auch im nächsten Jahr eine Kampfhuhnschau geben wird. Diese findet voraussichtlich am 17. und 18. Oktober statt.