Zwergenland kennt keine Grenzen

Jedes Kind ist wichtig: Dieses Motto steht in Wiesbach an erster Stelle. Verfügt die Ortsgemeinde am Rande der Sickinger Höhe doch neben einer Grundschule auch über eine hervorragende Kindertagesstätte.

Das "Zwergenland" öffnet um 7.15 und schließt um 16.30 Uhr. Für den Ort ist ein solches Angebot besonders wichtig. Schließlich ist eine solche Infrastruktur oft ausschlaggebend für die Auswahl des Wohnortes für junge Familien und ein Garant dafür, dass es auch künftig kaum leerstehende Häuser gibt.

Insgesamt besuchen derzeit rund 50 Kinder aus Wiesbach , Krähenberg und Käshofen die Einrichtung, deren Träger ein Zweckverband dieser drei Ortsgemeinden ist. Besonders beachtlich dabei ist, dass hier bereits seit Jahren die interkommunale Zusammenarbeit auch über die Grenzen von Verbandsgemeinden hinaus gepflegt wird. In dem Kindergarten gibt es vier Gruppen, darunter auch eine Krippen- und eine Nestgruppe. 41 Kinder nutzen das Ganztagsangebot und werden auch mit einem leckeren Mittagessen versorgt, das vom Oberauerbacher Restaurant "Die Scheune" geliefert wird.

Bei den pädagogischen Zielen legt Leiterin Maria Palm vor allem Wert auf die Vermittlung von Kenntnissen im Bereich Natur und Umweltschutz: "Wir halten uns regelmäßig im Freien auf - egal bei welchem Wetter." Neben den Spaziergängen bietet die Kita auch einen Garten mit Kräuterspirale und einen Weidentunnel.

Eine gute Zusammenarbeit mit der Grundschule sei in Wiesbach selbstverständlich, so Palm. Im Blick stehe dabei vor allem der Übergang vom Kindergarten in die erste Klasse. Deshalb verbrächten Vorschulkinder auch einmal in der Woche den ganzen Vormittag in der Schule. Bei den Besuchen werden sie von einer der 14 Erzieherinnen begleitet. Darüber hinaus finden auch gemeinsame Elternabende statt.

Die Kita ist auch Vorreiter bei der Inklusion. So werden auch Kinder mit Beeinträchtigungen aufgenommen. Für deren Integration wurde eine zusätzliche Fachkraft eingestellt.

Der Nachwuchs in Wiesbach ist der Politik lieb und teuer. So wurde vor zwei Jahren der Kindergarten umgebaut. Besonders notwendig sei damals eine Feuertreppe gewesen, über die die Kinder aus dem zweiten Stock direkt in den Spielhof gelangen können. Insgesamt wurden rund 100 000 Euro in den Umbau investiert. Dabei sind auch die Kosten für die Neugestaltung des Eingangsportals mit einem behindertengerechten Aufgang enthalten. Ob mit Rollstuhl oder Kinderwagen, die Besucher können künftig ohne Schwierigkeiten ins Gebäude gelangen. Für die Kleinkinder unter drei Jahren wurde auch ein komplett neuer Spielraum und Sanitärbereich geschaffen.