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Zweiter Beigeordneter für Bechhofen

Zweiter Beigeordneter für Bechhofen

Der Bechhofer Ortsgemeinderat stellt mit der Änderung der Hauptsatzung die Weichen für einen zweiten, ehrenamtlichen Ortsbeigeordneten. Den Änderungsantrag brachte die SPD-Fraktion ein.

Was kommunalpolitisch engagierte Bürger schon lange fordern, könnte jetzt mit der Wahl eines zweiten, ehrenamtlichen Beigeordneten aus den SPD-Reihen Wirklichkeit werden. Ein erster Schritt in diese Richtung ist jedenfalls getan. Der von der SPD-Fraktion eingebrachte Antrag auf Änderung der Hauptsatzung - sie sah in der Vergangenheit nur einen ehrenamtlichen Ortsbeigeordneten vor - wurde mit allen Ratsmitgliederstimmen gutgeheißen. Sobald die geänderte Satzung Rechtskraft erlangt hat, wird es zur Wahl kommen. Wen die SPD als Ortsbeigeordneten aufs Schild heben wird, war noch nicht zu erfahren.

"Wir werden wohl nach den Sommerferien zur Wahl schreiten können", stellte Ortsbürgermeister Paul Sefrin fest. Er bestätigte auch in der Sitzung, dass die Vielfalt der anfallenden Arbeit künftig auf mehrere Schultern verteilt werden kann.

Sefrin kam mit dieser Feststellung dem Antragsbegehren der SPD-Ratsfraktion entgegen. Die nämlich hatte in ihrem Antrag auf Änderung der Hauptsatzung dargelegt, dass es in der zweitgrößten Ortsgemeinde innerhalb der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land ein großes Aufgabenfeld zu bewältigen gebe.

Sefrin machte keinen Hehl daraus, dass mit dem Prozedere zum Installieren des kommunalpolitischen Ehrenamtes dem politischen Kräfteverhältnis im Rat Rechnung getragen wird. Ein Aspekt, der nach der Einschätzung von Uwe Siebing, CDU-Fraktionsvorsitzender, nicht von der Hand zu weisen ist. "Die gute, harmonische Zusammenarbeit im Ratsgremium würde damit entsprechend gewürdigt."

Sparkasse heftig kritisiert



Hart ins Gericht gingen die Ratsmitglieder mit den Verantwortlichen bei der Kreissparkasse Südwestpfalz. Die Zweigstelle Bechhofen bei der protestantischen Kirche soll geschlossen werden (wir berichteten). Von schlechtem Stil und fehlendem Fingerspitzengefühl war die Rede: Die Verantwortlichen von Bechhofen wurden vorab über die Schließungsabsichten nicht unterrichtet. Ob mit der einstimmig verabschiedeten Resolution zum Erhalt der Zweigstelle etwas erreicht wird, bleibt abzuwarten.

Die Nutzung der Leichenhalle auf dem Friedhof ohne vorherige Aufbewahrung der Verstorbenen oder nur am Tag der Beisetzung kostet künftig 50 Euro. Der Rat änderte dafür die entsprechende Gebührensatzung.