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Zweibrücken-Land: Wasser-Gebühren bleiben stabil

Zweibrücken Land : Wasser-Gebühren bleiben stabil

Trotzdem müssen die Verbandsgemeinde-Werke Zweibrücken-Land in diesem Jahr mehrere Baustellen anpacken.

725 000 Kubikmeter Trinkwasser förderten die Verbandsgemeindewerke Zweibrücken-Land in ihren Trinkwasseranlagen im Jahr 2017 und konnten dafür auf der Einnahmenseite eine Verbrauchsgebühr in Höhe von 950 000 Euro einnehmen. Die exakte Kostenrechnung dafür und viele weitere Daten wie Fakten präsentierte bei der jüngsten Zusammenkunft der Werksausschussmitglieder im großen Saal der Hornbacher Pirminiushalle Wirtschaftsprüfer Gerhard Kopf vom Wirtschaftsprüfungsunternehmen Dornbach aus Mainz. Erfreulich für die Verbraucher die Mitteilung von Werkleiter Eckart Schwarz: „Die Gebühren bleiben stabil!“

Sowohl beim Wasserwerk als auch dem Kanalwerk wurden in den Jahren 2017 und 2018 schwarze Zahlen geschrieben, wie der Wirtschaftsprüfer in seinem Bericht darzulegen wusste. Im Jahr 2017 waren das beim Wasserwerk 58 897 Euro, ein Jahr danach stieg der Jahresgewinn gar auf 71 963 Euro.

Im Bereich der Abwasserbeseitigung für den gleichen Zeitraum waren es 2017 118 213 Euro und fast eine Verdoppelung im Jahr 2018, wo 213 379 Euro als Jahresgewinn zu Buche standen. Zu diesem positiven Stimmungsbild passend auch der Zwischenbericht von Werkleiter Eckart Schwarz für das Jahr 2020, wo gleichfalls wieder für die beiden Bereiche Abwasser- und Wasserversorgung Jahresgewinne zu erwarten sind. Allerdings, Augenmaß ist geboten, denn noch müssen Defizite aus den Jahren vor der Gebührenanhebung kompensiert werden.

Ins positive Bild von angemessenen Gebühren passte deshalb auch die Feststellung, dass bei Abwasser und Wasser derzeit alles im Lot sei. Das könnte sich dann allerdings ändern, wenn beispielsweise die Werke gezwungen sind, etwa in der Frage der Klärschlammverbringung andere Entsorgungswege zu gehen. Im Augenblick wird der Klärschlamm noch von der Landwirtschaft abgenommen und zur Düngung auf den Feldern benutzt. Das ist ohne weiteres möglich, weil der Klärschlamm aus den Anlagen der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land nachweislich unbelastet von Metall- und sonstigen Schadstoffen ist.

Eine neue Kostenkalkulation wäre allerdings spätestens dann notwendig, wenn etwa gesetzlich die Klärschlammverbrennung vorgeschrieben wird. 2017 waren insgesamt 580 000 Kubikmeter Schmutzwasser durch die jeweiligen Abwasserrohre zu den Kläranlagen der Verbandsgemeinde geflossen, um dort mit technisch hohem Aufwand gereinigt zu werden.

Erfreut über das insgesamt positive Gesamtbild bei den Werken zeigte sich auch Bürgermeister Björn Bernhard, der stellvertretend Werkleiter Eckart Schwarz und seiner Stellvertreterin Christine Sprengard ob der guten Arbeit in den Werken mit dem dortigen Team dankte.

Das Straßensanierungsprogramm der Ortsgemeinden ruft auch immer wieder die Verbandsgemeinde-Werke auf den Plan. In der Stadt Hornbach etwa werden die beiden Straßenzüge „Auf der Platte“ und „Sankt-Johanner-Weg“ erneuert. Dort müssen die Werke die Wasserleitung erneuern und Arbeiten an der Kanalisation verrichten. lassen. Den Auftrag dafür bekam jetzt das Unternehmen Eurovia aus Neunkirchen/Saar zum Angebotspreis von rund 525 900 Euro übertragen.

Baustelle werden demnächst die Hauptstraße in der Ortsgemeinde Battweiler, wo ein Regenüberlaufbauwerk neu geschaffen wird. Die Werke sind dort gezwungen, das Regenwasser entsprechend den gesetzlichen Vorgaben zu behandeln. Zum neuen Regenüberlauf muss noch ein neues Pumpwerk geschaffen werden.

Bei der Kläranlage Wiesbach ist der Bau eines neuen Regenüberlaufbeckens unumgänglich. Gleichzeitig macht es die Behandlung des Regenwassers notwendig, dass in die Anlage die entsprechende elektrotechnische Ausrüstung eingebaut wird. Das Planungsbüro PCE aus Kaiserslautern ist vom Werksausschuss mit den Planleistungen betraut worden. Für die Maßnahme in Battweiler rechnet Werkleiter Eckart Schwarz mit Kosten in Höhe von 180 000 Euro. Weitaus mehr ins Geld läuft die Maßnahme bei der Kläranlage in Wiesbach, die in die Jahre gekommen ist. Fremdwasser bereitet dort viel Sorge. Die Ortslage muss deshalb völlig neu überrechnet werden. Für das neue Regenüberlaufbauwerk und die Überrechnung, zusammen mit möglichen Anpassungsarbeiten in der Kläranlage dadurch, wird hier mit Kosten von 1,7 Millionen Euro gerechnet.