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Kerwe: Zwei Redepremieren in Wiesbach

Kerwe : Zwei Redepremieren in Wiesbach

Bei der Kerwerede bekommt Oliver Türr Hilfe von Sandra Gauter und Kayla Grunder.

„Die Käschde falle, de Wald werd bund – in Wiesbach geht es werre drei Daa rund“. So leitete am Sonntag aus dem Fenster des Wiesbacher Sportheims der langjährige Kerweredner Oliver Türr seine Kerwerede ein und hieß zusammen mit Sandra Gauter und Kayla Grunder, welche Rednerpremiere feierte, die vielen Zuhörer herzlich willkommen.

„Ess Hemmer Christa macht heid es Esse, es Faschde, das kannschde grad mol vergesse. Das Esse schmeckt, das Mahl is lecker, do gebts ach von de Junge ke Gemäcker. Es Bier das laaft, es Eva dud zappe, wannet helft de Emil, das werd schun klappe.“ Kurzweilig, knackig, unterhaltsam und mit vielen Neuigkeiten gespickt war sie auch dieses Jahr, die Kerwerede. Veränderungen bei der Brauchtumspflege seien notwendig, stellte dabei gleich zum Beginn der Olli fest, schließlich müsste die Jugend bald schon selbst die Rede lesen.

Das Bilden einer Spielgemeinschaft zwischen Knopp und Wiesbach stand ganz oben an, habe doch diese ein Vorbild zwischen Wiesbacher Frau und Knopper Mann. „De ehemalich Kassewart Eva hat das jo a probeert un hat sich mem Knepper Borjemäschder vermählt. Bei denne klappt das jo wunnerbar, do es a von uns aus de Edi unn de Skiider no Knopp gefahr. Die zwä hann met de Knopper Vorstänn verhannelt bis in die Nacht, dann war die Spielgemeinschaft Knopp-Wiesbach vollbracht.“

Ein nachträgliches Hoch kam nochmals auf das rundum gelungene Dorffest, zu welchem in der Morgenstunde der „Emil“ als unumstößlich Amtsperson dann doch Einhalt gebieten musste.

Heftige Kritik an einem großen Geldinstitut in Pirmasens wurde gleichfalls lauthals formuliert und die vielen Zuhörer gaben dem Redner-Trio dabei völlig Recht. „Anfang Schulstroß steht e haus, do wachse die Hecke de Zaun eraus. Das war mo so e scheener Innenhof, die Sparkass awwer, die is efach doof. Das is e Schandfleck fer de Ort, do laafe doch die Käufer fort.“