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Zwei Haltestellen in Käshofen werden barrierefrei

Ortsgemeinderat : Zwei Haltestellen werden barrierefrei

Käshofen kostet die Umgestaltung in Homburger- und Ringstraße nur 5000 Euro.

Drei Bushaltestellen gibt es in Käshofen. Zwei von ihnen liegen in der Höhenstraße, der langen Ortsdurchfahrt, eine weitere in der Ringstraße. Wir Ortsbürgermeister Egon Gilbert in der Sitzung am Mittwochabend nochmals darlegte, sind allerdings nur zwei der Bushaltepunkte in jene Prioritätsstufe gelangt, die nunmehr mit dem Programm des Landes vom Landkreis als zuständigem Träger für den ÖPNV ausgebaut werden. Das Planungsbüro Schönhofen aus Kaiserslautern hat die Planungsarbeiten für die Haltestelle Abzweigung Homburger Straße und den  in der Ringstraße entsprechend ausgearbeitet. 

Schon die Amtsvorgänger, so merkte Ortsbürgermeister Gilbert an, hätten großen Wert auf massive Unterstellmöglichkeiten bei den Haltepunkten gelegt. Insoweit stelle sich auch nicht die Kostenfrage nach einer Erneuerung, die ohnehin nur mit einem Festbetrag gefördert worden wäre. „Wir müssen nur einen geringen Teil zu den Kosten für die Arbeiten übernehmen, die nunmehr beim barrierefreien Ausbau anfallen“, so der Ortsbürgermeister bei den allgemeinen Erläuterungen zum Beratungspunkte „Barrierefreier Ausbau der Haltepunkte im Ort“.

Egon Gilbert konnte in diesem Zusammenhang auch klarmachen, dass ja ein beidseitiger Ausbau in der Höhenstraße gleichfalls nicht in Frage kommen könnte, weil die Ortsgemeinde nicht über entsprechende Ausbauflächen verfüge. Das zudem neben dem Haltepunkt beim Abzweig Homburger Straße der in der Ringstraße ausgebaut werde liege zudem daran, dass diese Haltestelle von allen Buslinien, auch denen welche die Kindergartenkinder befördern, angesteuert werden. Zudem von Schülern und sonstigen Busreisenden. Die erhöhten Bordsteine kommen an beide Haltepunkte, zudem wird der Plattenbelag ausgetauscht, damit notfalls auch Blinde und Sehbehinderte sich entsprechend der Beschaffenheit im Belag zurecht finden. Das Planungsbüro Schönhofen hat die Gesamtkosten auf insgesamt rund 32 000 Euro geschätzt. Wie Ortsbürgermeister Egon Gilbert auf Nachfrage unserer Tageszeitung erklärte, müsste die Ortsgemeinde mit einer Kostenbeteiligung von rund 5000 Euro rechnen. Die Ratsmitglieder stimmten der Planung und Kostenübernahme zu.

Auf die nachhaltige Bewirtschaftung des Gemeindewaldes, Käshofen verfügt über mehr als 100 Hektar Gemeindewald, haben die verantwortlichen Kommunalpolitiker in Gegenwart und Vergangenheit schon immer größten Wert gelegt. 12 000 Euro sind der Ortsgemeinde  an Fördergelder bewilligt worden und diese Summe soll wieder der Waldbewirtschaftung insgesamt zufließen, so die Ratsmitglieder bei ihrer Entscheidung. Revierförster Jürgen Leis hat bereits anklingen lassen, dass nach seiner Einschätzung das Geld gut für den Waldwegeausbau verwendet werden könnte. Damit könnte die Waldbewirtschaftung gleichfalls gefördert werden. Ein Aspekt, den die Ratsmitglieder gleichfalls teilen. Sie vertrauen dem Sachverstand des Revierförsters Leis. 

Am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ wird die Ortsgemeinde im kommenden Jahr nicht teilnehmen. Der allgemeine Tenor im Gremium war, dass nach dem gegenwärtigen Sachstand einer der vorderen Plätze nicht zu erreichen sei. Egon Gilbert im Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur: „Wir haben in der Vergangenheit stets hervorragend abgeschnitten. Jetzt haben wir nichts vorzuweisen, um diese Erfolge aus der Vergangenheit noch steigern zu können. Das aber muss unser Interesse sein. Mit der Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses treten wir im Augenblick auf der Stelle, deshalb ist es gewiss kein Fehler, wenn wir jetzt nicht teilnehmen“. Die Ratsmitglieder teilten diese Auffassung und fassten einen entsprechenden Beschluss.