Zum Umziehen nicht mehr ins Dorf

Mangelnde Infrastruktur führte unter anderem einst zum Absturz des TV Althornbach. Nachdem sich die Kicker seit einiger Zeit sportlich auf einem guten Weg befinden, will der Verein jetzt auch beim Komfort nachziehen.

Fußballer haben es bisher in Althornbach nicht einfach. Seit 1971 befindet sich der Sportplatz des TV außerhalb des Ortes. Auch wenn der Verein dort seit langem einen wunderschönen Rasenplatz sein Eigen nennt, gleichen die Verhältnisse bisher doch eher einem Provisorium, das alles andere als zeitgemäß ist. So gibt es weder Kabinen noch sanitäre Anlagen für die Spieler. Zum Umziehen müssen sie in die alte Turnhalle im Dorf fahren, was sehr beschwerlich ist und auch jede Menge an Zeit kostet.

Doch mit dieser Misere ist bald Schluss: Der TV Althornbach baut für 100 000 Euro ein Sportheim. "Vorgesehen sind neben einem Raum für den Schiedsrichter und den zwei Kabinen auch Sanitäranlagen", informiert der Vereinschef Ralf Schwierzy in einem Gespräch mit dem Pfälzischen Merkur. Schwierzy unterstreicht allerdings, dass es kein klassisches Sportheim mit Gastronomie sei. Die Bewirtung werde auch weiter in den Buden am Rade des Platzes erfolgen.

Der Verein selbst übernimmt 30 Prozent der Baukosten, wo schon vieles durch Eigenleistung realisiert werde. Der Rest erfolge durch Zuschüsse der Ortsgemeinde, des Sportbundes, der Daniel-Theysohn-Stiftung, der Verbandsgemeinde, des Landkreises und einiger privater Spender. "Der Rohbau ist bereits fertig", berichtet Schwierzy. Derzeit werde mit ganzen Kräften am Innenausbau gearbeitet, so dass mit einer Einweihung in den nächsten Monaten zu rechnen sei.

Der TV Althornbach konnte bereits große sportliche Erfolge verbuchen. Zu Beginn der 90er Jahre wurde der Verein fünf Mal in Folge Fußball-Meister und stieg jeweils in die höhere Klasse bis in die Landesliga auf. Der Sprung in die Südwestliga scheiterte dann zum Teil an der mangelnden Infrastruktur. Als sich daraufhin der damalige Sponsor Heiner Semar zurückzog, folgte allerdings der Absturz. "Danach hatten wir alle Mühe, den Verein am Leben zu erhalten", erinnert sich der Vorsitzende, der weit über vier Jahrzehnte im Verein aktiv ist.

Derzeit spielen die Fußballer des rund 130 Mitglieder zählenden Vereins in der B-Klasse. Zuletzt machten die Kicker mit dem Gewinn des Hallenmeister-Pokals der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land Furore. Im Endspiel gewannen sie gegen die SG Battweiler-Reifenberg 5:4 (1:1) nach Neunmeterschießen. Schwierzy zeigt sich mit Blick auf die A-Jugend auch optimistisch, dass künftig auch wieder mehr Althornbacher in der ersten Mannschaft dem runden Leder nachjagen. Das werde auch zu einem noch größeren Zuspruch bei den Zuschauern führen.