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Zu sparsam: Mainz bekommt Geld zurück

Zu sparsam: Mainz bekommt Geld zurück

Bei der Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses wurden Zuschussmittel nicht aufgezehrt. Die Gemeinde möchte das Geld einbehalten und damit den kleinen Saal herausputzen.

Für die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses - erneuert wurden das Dach und die Außenfassade - waren Gesamtkosten in Höhe von rund 138 000 Euro veranschlagt. Tatsächlich aber wurden lediglich Ausgaben in Höhe von 90 000 Euro fällig. Deshalb müsste die Gemeinde auch Zuschussmittel, 50 Prozent Zuschuss gab es für das Sanierungsprojekt, zurückgegeben. Schade, denn viel lieber würde die Gemeinde damit den kleinen Saal im Dorfgemeinschaftshaus wieder auf Vordermann bringen.

Ortsbürgermeisterin Andrea Henner erinnerte in der Ratssitzung am Mittwoch daran, dass die Sanierungsmittel für das Dorfgemeinschaftshaus sehr sparsam eingesetzt worden seien. So habe sich beispielsweise der Rat nicht dazu durchgerungen, sämtliche Fenster zu erneuern, nur weil es für dieses Maßnahme eine öffentliche Förderung gab. Was noch zu erhalten gewesen sei, das habe man repariert und wieder brauchbar gemacht, deshalb konnte das Kostenlimit beim zuvor gesteckten Sanierungsrahmen spürbar unterschritten werden. Auch habe das neue Dach keine Gauben bekommen, weil die Räumlichkeiten darunter ohnehin in naher Zukunft nicht genutzt würden. Unterm Strich seien Kosten von rund 48 000 Euro eingespart worden, was zugleich eine Zuschussminderung in Höhe von 24 000 Euro bedeute. Den eingesparten Betrag möchte die Gemeinde jetzt aber für die Sanierung des kleinen Saales im Dorfgemeinschaftshaus verwenden, wo nicht nur die Ratssitzung abgehalten werden, sondern sich auch sonst öffentliches Leben abspielt.

Mit dem Ministerium sollen jetzt entsprechende Verhandlungen geführt werden. Ob die Ministerialbürokratie dem Ganzen zustimmt, bleibt allerdings abzuwarten.

Den Wirtschaftsweg zum Klosterbergerhof wird die Gemeinde nicht verbreitern und auch die Fahrbahndecke nicht erneuern. Die vom Ingenieurbüro Grub ermittelten Kosten waren den Ratsmitgliedern zu hoch. Eine Wegeverbreiterung hätte 80 000 Euro gekostet.

Am Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" nimmt die Gemeinde in diesem Jahr teil. Ein Konsolidierungskonzept für den Gemeindehaushalt sollten die Ratsmitglieder beschließen. Doch schon die Finanzverwaltung bei der Verbandsgemeinde erinnerte daran, dass weitere Steueranhebungen den Bürgern nicht zumutbar seien. Auf den Erlass eines solchen Konzeptes wurde deshalb verzichtet.