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Zerdepperte Schoppengläser unterm Richtfeststrauß

Zerdepperte Schoppengläser unterm Richtfeststrauß

Vor Wochen erst wurde der Grundstein zur neuen Bürgerhalle von Althornbach gelegt. Seit gestern weht der bunte Richtstrauß auf dem schon aufgeschlagenen und zugeschalten Dachgebälk der Halle.

Die erste große Etappe hin zur Bürgerhalle ist geschafft. Zimmermeister Jürgen Gottschall aus Thaleischweiler-Fröschen sprach gestern Nachmittag die passenden Handwerksverse unterm bunten Richtfeststrauß, leerte nach alter Sitte kredenzte Schoppengläser und zerdepperte, ganz so, wie es der Brauch will, als Glücksbringer das mehrfach geleerte Glas.

Die vielen Besucher wurden von den Jüngsten der Dorfgemeinschaft passend zum Richtfest eingestimmt. Die Kleinen des Kindergartens "Storchennest" ernteten für ihre gesanglichen Beiträge viel Applaus und wurden im Verlauf der Richtfestfeier dafür belohnt. An Mini-Richtsfeststräußen hingen die Dankesbrezeln für die Kleinen, die Ortsbürgermeisterin Ute Klein anerkennend verteilte. Welche Verbundenheit die Einwohnerschaft schon jetzt zur künftigen Einrichtung bezeugt, ließ sich am großen Zuspruch zu diesem Richtfest ablesen, dem die Ortsbürgermeisterin nach eigenen Worten ganz beruhigt entgegenblicken durfte. "Ob Sonne oder Regen, wir haben schon ein festes Dach überm Kopf". In Windeseile waren die Handwerker an die Arbeit gegangen. Von Ute Klein bekamen die fleißigen Hände dafür ein Extralob. Nicht nur das sichtbare Dachgebälk konnten die Baustellenbesucher gestern bestaunen. Nein, der gesamte Zweckbau war schon eingeschalt. Ein Sonderlob gab es zudem für das Bürgerengagement beim Erbringen der Eigenleistungen. Schon 500 geleistete Arbeitsstunden sind notiert und Ute Klein nutzte das Ereignis, um weitere Mitstreiter zu werben.

Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker betonte noch einmal die finanzielle Unterstützung des Landes, das 880.000 Euro zum Vorhaben beisteuert. Das Zupacken der Bürger wertete Jürgen Gundacker als sichtbaren Beweis für den Gemeinschaftsgeist im Ort. Das anvisierte Ziel der Verantwortlichen, sich für die Zukunft als Gemeinde auszurichten, gelinge voll und ganz. Diese Zukunftsfähigkeit betonte auch die Kreisbeigeordnete Martina Wagner. Wer der Grundsteinlegung beigewohnt habe und jetzt den rasanten Baufortschritt der Bürgerhalle sehe, käme um ein gewaltiges Erstaunen nicht umhin.