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Zehn neue Bauplätze in Maßweiler vor Erschließung

Neubaugebiet auf Wiese am Rande von Maßweiler : „Klein aber fein, in herrlicher Südlage“

Bürgermeister Herbert Semmet sieht sich als Hebamme des geplanten Neubaugebiets am Ortsrand von Maßweiler.

Zehn neue Bauplätze werden demnächst in Maßweiler erschlossen. Die Ortsgemeinde hat dafür erfolgreich die Weichen stellen können. Ortsbürgermeister Herbert Semmet musste viel Zeit investieren und viele Gespräche führen um alle Grundstückseigentümer von seinem Konzept zu überzeugen.

Das letzte Erschließen von Bauland liegt in Maßweiler schon Jahre zurück. Der Grund: Finanziell kann sich die Ortsgemeinde das Erschließen des Baulandes nicht leisten. Doch diesen Part übernehmen jetzt Erschließungsträger.

„Früher ist das alles in Gemeindehand verblieben. Allerdings musste die Ortsgemeinde dann auch kostenmäßig in Vorlage treten. Die Finanzierung konnte selbstverständlich nur über Kredite erfolgen. Eine langzeitige Belastung des Gemeindehaushaltes dadurch war nicht zu umgehen. Heute müssen die Kommunen andere Wege gehen. Gleich Anfang März werden wir in Maßweiler darüber entscheiden, welches Unternehmen uns als Gemeinde bei der Erschließung des neuen Baugebietes in der Fortsetzung der innerörtlichen Anliegerstraße „Griesweg“ zur Hand geht,“ sagt Ortsbürgermeister Herbert Semmet und freut sich, dass bisher die Bemühungen zur Schaffung von neuem Bauland doch verhältnismäßig reibungslos verliefen.

„Geduld, Zeit und die vielen Gespräche zählen nicht als Belastung, das muss man einfach einkalkulieren um das Ziel zu erreichen“, meint der Ortsbürgermeister, der sich als Hebamme bei der Schaffung des neuen Baugebietes sieht.

„Klein aber fein, in herrlicher Südlage. Am Dorfrand mit Blick auf den alten Ortskern. Die Natur selbst sozusagen vor der Haustür“, schwärmt Herbert Semmet. Zehn Bauplätze gibt es insgesamt, und es spricht gewiss für sich, wenn jetzt schon sechs Bauplätze sogut wie verkauft sind.

Die Grundstücke haben eine Größe zwischen 600 und 750 Quadratmeter. Sämtliche Planungshürden hat der notwendige Bebauungsplan bereits genommen. Das Ingenieurbüro Dilger aus Dahn zeichnete für die Planung verantwortlich. Schon vermessen ist das gesamte Baugelände und die Einzelgrundstücke.

Aufgabe von Herbert Semmet war es, nicht mal ein Dutzend private Grundstückseigentümer für die Baulanderschließung unter einen Hut zu bringen. Namhafte Baufirmen aus der Region haben inzwischen erkannt, dass die Baulanderschließung auch für einen Handwerksbetrieb eine durchaus lohnenswerte Herausforderung sein kann. Fünf Bewerber haben sich bei der Ortsgemeinde Maßweiler gemeldet und ihre Vorschläge, als Erschließungsträger zu fungieren, unterbreitet. Darunter auch das ortsansässige Bauunternehmung Broschart & Göller GmbH oder aus dem Nachbarort Schmitshausen B. Staab, der bereits auf viel Erfahrung in diesem Bereich vorzuweisen hat.

Alle Kosten, welche der Ortsgemeinde bisher durch die Schaffung von neuem Bauland angefallen sind, übernimmt der Erschließungsträger, den die Ortsgemeinde wie erwähnt zum neuen Monat bestimmt. Mit Kostenerstattungsverträgen holt sich der Erschließungsträger dann seine entstanden Kosten zurück.

Die Gemeinde schließt ihrerseits mit dem Erschließungsträger einen Vertrag darüber, wie die einzelnen Anlagen (Straße, Beleuchtung, Gehwege und so) vom beauftragt und ausgewählten Erschließungsträger herzustellen sind. Das gilt auch für die Verbandsgemeindewerke Thaleischweiler-Wallhalben, die gleichfalls detailliert vorgeben, wie Kanal und Wasserversorgungsanlage zu errichten sind.

Wenn alles nach Plan verlaufe, könnten vielleicht noch zum Ende des Jahres die Häuslebauer mit dem Schaffen der vier eigenen Wände beginnen. Corona spreche da wohl auch noch ein Wort mit, meint Herbert Semmet der alles dransetzen will, dass dieses Ziel erreicht wird. „Und dann müssen wir uns bei der Baulanderschließung schon wieder auf die Hinterbeine stellen, denn mit diesem Gebiet am „Griesweg“ ging ja alles ratzfatz!“