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Zahnärzte erklären Grundschülern das Zahn-Einmaleins

Zahnärzte erklären Grundschülern das Zahn-Einmaleins

Zweibrücken. Wer schreckt nicht zusammen, wenn er im Zahnarzt-Vorzimmer das grausige Geräusch des Bohrers hört? Um Kindern selbst die Bohr-Erfahrungen und damit verbundenen Schmerzen zu ersparen, besuchen Zahnärzte in Zusammenarbeit mit der LAGZ regelmäßig Grundschulen und klären auf

Zweibrücken. Wer schreckt nicht zusammen, wenn er im Zahnarzt-Vorzimmer das grausige Geräusch des Bohrers hört? Um Kindern selbst die Bohr-Erfahrungen und damit verbundenen Schmerzen zu ersparen, besuchen Zahnärzte in Zusammenarbeit mit der LAGZ regelmäßig Grundschulen und klären auf. Bei einer der vergangenen Prophylaxe-Unterrichtsstunden hatte die Zweibrücker Zahnärztin Heike Schieber zwei vierten Klassen der Sechsmorgenschule einen Besuch abgestattet. Die Schüler sind gut vorbereitet, haben das Thema im Unterricht behandelt. Klassenlehrerin Annelie Müller zeigt sich erfreut, wie aufgeweckt ihre Schützlinge auf die Fragen von Schieber korrekt antworten. Milchzähne, so wissen sie, haben ihren Namen deshalb, weil sie weiß wie Milch sind. Bleibende Zähne heißen deshalb so, weil sie nicht mehr ausfallen. Ganz unten liegen die Zahnwurzeln, darüber die Zahnkronen und der -schmelz. Erwachsene haben inklusive Weisheitszähnen 32 Beißerchen - das alles kommt von den Kleinen wie aus der Pistole geschossen. Unterricht zum AnfassenSie lauschen der Präsentation der Zahnmedizinerin gespannt, manche blicken etwas ängstlich, als Bilder von zerfressenen Zähnen auftauchen. Gleich darauf wird die Stimmung aber wieder freudig. Da zieht Heike Schieber nämlich zwei Eier aus der Tasche, präpariert eins mit einer Fluor-Schutzschicht und taucht beide in Essig. Nur die Schale des ungeschützten zersetzt sich. Dann lässt Schieber ein Klappgebiss herumgehen, erklärt, wo die Backen- und wo die Schneidezähne sind. Mit Zahnbürsten können die Kinder die richtigen Putzbewegungen üben. Wichtig: An den Außenflächen kreisen, das Zahnfleisch mitputzen. Anschaulich beschreibt die Zahnexpertin, wie viel Zucker (die Grundsubstanz, von der sich Bakterien ernähren) in Lebensmitteln vorkommt: 50 Würfelzuckerstücke in einer Flasche Ketchup, 80 in einem Nutella-Glas, 35 in einer Flasche Cola. Die Kernbotschaft, die bis Ende der Stunde augenscheinlich bei den Kindern angekommen ist: Sie dürfen das alles essen und trinken, müssen aber danach gründlich die Zähne putzen. ek