Wosnitza: Viel und viele bewegt

Die Aktion der WSF, VTZ und VBZ „eine Stadt läuft für ihre Kinder“ war auch bei der dritten Auflage ein Erfolg. Die 2201 Teilnehmer erliefen 12 294 Euro für ein Spielgerät auf dem Zweibrücker Goetheplatz. Gestern wurde der Scheck übergeben.

So soll das neue Spielgerät aussehen. Foto: UBZ Foto: UBZ

Es war einer der heißesten Tage des Sommers. Fast 40 Grad zeigte das Thermometer. Dennoch machten sich 2201 Personen am 18. Juli auf den Weg, um für die Kinder zu laufen (wir berichteten). "Bei der Hitze ist das eine beachtliche Zahl", meinte Marold Wosnitza von den Zweibrücker Wassersportfreunden (WSF). Zusammen mit den Vereinigten Bewegungsspielern (VBZ) und der Vereinigten Turnerschaft (VTZ) hatten die WSF zum dritten Mal eine sportliche Aktion organisiert.

Die 2201 Läufer drehten 4991 Runden durch die Allee und legten dabei 12 477 Kilometer zurück. Dafür gab es 12 294,33 Euro von 19 Spendern. "Damit haben wir unser Ziel erreicht und können ein Spielgerät für den Goetheplatz finanzieren", stellte Wosnitza für die drei Vereine fest. Es war also keine "Mission Impossible", wie das Bläserensemble der Herzog-Christian-Musikschule und die Bläserklasse der Mannlich-Realschule intonierten, bevor sie sich auf die Strecke wagten. Die Vereine konnten sich auf die Zweibrücker verlassen

"Damit wurde Zweibrücken den Ruf als Sportstadt wieder gerecht", sagte Oberbürgermeister Kurt Pirmann gestern bei der Überreichung des Schecks durch die Vereine. Es zeige eine große Solidarität unter den Menschen, etwas für die Jugend zu tun. Und es drücke die Identifikation der Menschen mit ihren Vereinen und der Stadt aus. Bürgermeister Rolf Franzen wertete die "große Resonanz bei der Hitze" als Beleg, dass das Konzept angenommen werde.

Bereits 2002 schwamm Zweibrücken für ein Spielgerät auf dem Spielplatz auf dem Exe, 2006 lief Zweibrücken für eine Rutsche im Freibad. Und jetzt für ein Spielgerät für den Spielplatz auf dem Goetheplatz. Eineinhalb Jahre hatten die drei Vereine geplant. "Das ist schon erstaunlich, dass so eine Veranstaltung so reibungslos funktioniert", meinte der VTZ-Vorsitzende Erwin B. Hoffmann. 98 Helfer sicherten über 14 Stunden den Ablauf.

Das von den Vereinen, dem Jugendamt und dem Umwelt- und Servicebetrieb ausgesuchte Kombinations-Spielgerät kostet mit Aufbau rund 10 500 Euro . Der Rest kommt einem Spielplatz in einem Stadtteil zugute. "Wir haben die Teilnehmer nach den Stadtteilen differenziert. Und der Stadtteil, aus dem die meisten Teilnehmer im Verhältnis zur Einwohnerzahl kamen, bekommt das Geld", so Wosnitza, der den Stadtteil bislang nicht verriet.