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Wohnhaus-Brand in Contwig: Verdacht auf Brandstiftung

Ortsdurchfahrt wegen Wohnhaus-Feuer stundenlang gesperrt : Verdacht auf Brandstiftung in Contwig

Wohnhaus-Vollbrand am Montag neben Hotel Bärmann – im gleichen Reihenhaus, wo es schon im Juni zwei Mal brannte.

Fast 100 Feuerwehrfrauen und -männer mussten am Montag einen Wohnhausvollbrand in Contwig bekämpfen. Nach einem Kellerbrand Mitte Juni und einem Feuer im gleichen Haus wenige Tage danach, stand jetzt das zweigeschossige Reihenhaus in der Contwiger Hauptstraße beim Eintreffen des ersten Löschtrupps der Contwiger Wehr im Vollbrand.

Durch das Feuer diesen Montag ist das Haus derzeit unbewohnbar. Es besteht Verdacht auf Brandstiftung, deshalb ermittelt die Staatsanwaltschaft Zweibrücken. Zur Schadenshöhe konnte noch niemand Angaben machen. 

Passanten berichteten, dass die Polizei vor Ort einen Mann mittleren Alters zunächst in Gewahrsam genommen hat. Dieser soll, so die Informationen unserer Tageszeitung, sich später allerdings wieder auf freiem Fuß befunden haben. Die Zweibrücker Polizei bestätigte beides am Abend auf Merkur-Anfrage.

Um 13.25 Uhr ereilte die Meldung des Wohnhausbrandes Brandmeister Stefan Schlachter. Als dieser mit dem ersten Löschtrupp am Brandort eintraf, züngelte aus den Fensteröffnungen bereits die Flammen. Großeinsatz war aufgrund des Brandherdes angesagt.

Oberhalb des brennenden Hauses das in der Region bekannte Gasthaus Bärmann, Hotel und Restaurant, unterhalb weitere bewohnte Anwesen. Die Häuser stehen Giebel an Giebel. Das Übergreifen des Feuers deshalb eine eine unabdingbare Notwendigkeit des Einsatzes der aktiven Feuerwehrfrauen und Männer aus den zusammengerufenen Löscheinheiten.

Neben der örtlichen Wehr Contwig befahl der stellvertretende Verbandsgemeindewehrleiter Andreas Glahn sofort die Alarmierung weiterer Kräfte aus den Löscheinheiten Bechhofen, Dellfeld, Großbundenbach, Hornbach, Käshofen und Kleinsteinhausen. Neben dem Tanklöschfahrzeug rückten die Hornbacher Feuerwehrleute zudem mit der Drehleiter an, aus Zweibrücken kamen die Helfer gleichfalls mit der Besatzung im Tanklöschfahrzeug und dem neuen Teleskopmast zur Brandbekämpfung von oben.

Schwerstarbeit mussten die Atemschutzträger bei diesem Einsatz verrichten, zur Abstrahlungshitze kamen die hochsommerlichen Temperaturen des Einsatztages hinzu.

Ab der Kreuzung Bahnhofstraße/Gutenbrunnenstaße bis hoch zum Abzweig der Maßweilerstraße wurde die vielbefahrene Ortsdurchfahrt von Contwig komplett gesperrt. Autos wurden innerorts umgeleitet, Lkw-Verkehr großräumig. Die Straßensperrung dauerte bis in die frühen Abendstunden an, denn auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Zweibrücken musste das Haus noch am Abend gesichert und verschlossen werden.

 Ein Übergreifen der Flammen auf das benachbarten Hotel/Restaurant Bärmann konnte durch den Einsatz der Feuerwehrleute verhindert werden.
Ein Übergreifen der Flammen auf das benachbarten Hotel/Restaurant Bärmann konnte durch den Einsatz der Feuerwehrleute verhindert werden. Foto: Norbert Schwarz

Obwohl in Urlaub, verschaffte sich Ortsbürgermeisterin Nadine Brinette vom Schadensereignis direkt ein Bild vor Ort. Nach dem mehrstündigen Einsatz wollte sie den im Einsatz gewesenen Kräften eine Stärkung zukommen lassen. Dazu kam es zunächst allerdings nicht – denn noch während des Zusammenpackens der Einsatzgerätschaften ereilte den einsatzleitenden Andreas Glahn die Botschaft aus der Klosterstadt, dass es dort zu einem Kellerbrand gekommen ist und deshalb die Einsatzkräfte von Einsatzort Contwig über die L 700 in die Klosterstadt eilten, um dort erneut aktiv zu sein.