Wohin mit dem Kinderschutzbund?

Herz für KinderWohin mit dem Kinderschutzbund?Zu "Wirtschaftsbündnis will Aula gemeinsam anpacken" (24. November) und "Kinder spenden für Kinder" (27. November) Seit geraumer Zeit ist das Thema "Kinder" in den Zweibrücker Medien und dem Stadtrat im Munde. "Kinderarmut", "Hilfe für sozial benachteiligte Kinder" und weiteres

Herz für KinderWohin mit dem Kinderschutzbund?Zu "Wirtschaftsbündnis will Aula gemeinsam anpacken" (24. November) und "Kinder spenden für Kinder" (27. November) Seit geraumer Zeit ist das Thema "Kinder" in den Zweibrücker Medien und dem Stadtrat im Munde. "Kinderarmut", "Hilfe für sozial benachteiligte Kinder" und weiteres. Mit einem Wort: Zweibrücken hat sein "Herz für Kinder" entdeckt. Und dann das: Bei der Feier zum 175-jährigen Bestehen des Helmholtz-Gymnasiums vor etwa zwei Wochen hat Oberbürgermeister Helmut Reichling den langjährigen Wunsch der Schule nach einer Aula aufgegriffen und - man höre und staune - vorgeschlagen, gemäß eines ein Jahrzehnt alten Planes die Alte Feuerwache an der Bleicherstraße zu einer Veranstaltungsstätte mit einer Aula umzubauen, ohne auch nur mit einem einzigen Wort auf die Tatsache einzugehen, dass genau in diesem Gebäude seit Dezember 2002 sich der Zweibrücker Kinderschutzbund befindet. Man traute seinen Ohren nicht, als man das hörte. Automatisch erhob sich dabei die Frage: "Wo bleibt denn bei der eventuellen Realisierung dieses Projektes dann der Kinderschutzbund?" Soll er etwa das gleiche Schicksal erleiden wie die "Zweibrücker Tafel", die vor einiger Zeit kurzerhand an den Güterbahnhof, sprich an den Rand der Stadt verbannt wurde? Vermutlich, um die Umsetzung der Idee mit der Aula der Zweibrücker Politik schmackhaft zu machen, schlug Reichling vor, dass "die Aula ein Partnerschaftsprojekt der Stadt mit privaten Unternehmen (Private-Public-Partnership) werden könnte". Ein geradezu machiavellistischer Einfall! In diesem Zusammenhang eine ganz andere, doch naheliegende Frage: Wir haben in unserer Stadt löblicherweise einen Senioren-Beirat. Warum tun wir nicht mehr für die Kinder, indem man eine analoge Einrichtung für diese hilfsbedürftigen Geschöpfe schafft? Fallbeispiel: Eine dreifache Mutter muss ins Krankenhaus. Es gibt aber keine liebe Oma, die einspringt. Da könnte dann der "Kinderbeirat" tätig werden. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Heinz Hochapfel, Zweibrücken