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Wer liefert die 27 Lüftungsanlagen für Schulen in Zweibrücken-Land?

Verbandsgemeinderat : Arbeiten an Grundschule im Zeitplan

Aber bei Lieferung der 28 mobilen Luftfiltergeräte für vier Schulen in Zweibrücken-Land gibt es noch Klärungsbedarf.

Weiterhin viel Geld investiert die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land in die Grundschulen. Die Zeit des Tafelschreibens mit Kreide ist nunmehr endgültig vorbei. Bei einer Stimmenthaltung waren am Dienstagabend alle Ratsmitglieder im Walshauser Dorfgemeinschaftshaus dafür, dass für eine Auftragssumme von etwas mehr als 75 000 Euro die restlichen 13 elektronische Tafeln, im Fachjargon „Smart-Displays“ angeschafft werden. In den Grundschulen Bechhofen, Contwig, Dellfeld, Hornbach und Wiesbach fehlen noch welche. Die Neuausstattung mit diesen Tafeln hat bereits 2019 begonnen.

Im Zeitplan, so Bürgermeister Björn Bernhard, liegt die Sanierung der Hieronymus-Bock-Grundschule Hornbach. Neue Fenster wurde bereits letzten Herbst eingebaut, alte Decken wurden eingerissen, mit Blick auf eventuelle Schadstoffe in den Materialien sei aus Sicherheitsgründen eine Freimessung vorgenommen worden die keine schadhaften Werte ergab. Arbeiten an der technischen Dämmung stehen noch aus, die Firma Herbert Fey aus Kirkel erhielt den Auftrag zum Einbau der neuen Heizung. Die Angebotskosten belaufen sich auf rund 307 000 Euro.

Bei den vorausgegangenen Entkernungsarbeiten im ersten Stock wurde auch der kellergeschweißte Öltank schon entfern und der Mensaboden entfernt. Das Erneuern der Küchenzeile nach dem Wasserschaden steht an, Bürgermeister Bernhard lobte den Zug des Versicherungsträgers, der Bayerischen Versicherungskammer, die dem Schulträger nunmehr 27 000 Euro für eine Neuanschaffung zubilligt. Derweil im ersten Stock die Schüler der Hieronymus-Bock-Grundschule weiterhin unterrichtet werden können, kann die moderne Pirminiushalle als Unterrichtsort genutzt werden.

Agieren und nicht reagieren. Das war die Losung von Björn Bernhard beim Thema „Machbarkeitsstudie für die Grundschule Bechhofen“. Nach den Sanierungsarbeiten an den Schulstandorten Contwig, Stambach, Dellfeld und Hornbach müssen noch Wiesbach und Bechhofen auf den Prüfstand. Das dortige Dorfgemeinschaftshaus wird als Mensa genutzt, in einer Machbarkeitsstudie soll nunmehr herausgefunden werden, welche Sanierungswege zum angestrebten Erfolg führen. Das Architekturbüro Blanz aus Landstuhl, in Sachen Sanierung von Schulsporthallen für die Verbandsgemeinde schon in der Vergangenheit sehr erfolgreich tätig, unterbreitete ein Kostenangebot dafür in Höhe von 14 800 Euro. Grüne/Bündnis 90 wünschten sie dabei auch den Gedanken von Energieeffizienz gleich mit in Auftrag zu geben; die Mehrheit war jedoch dafür, dass man den zweiten Schritt nicht vor dem ersten tut.

Wer die zusätzlichen 28 mobilen Luftfiltergeräte für Schulräume an den Grundschulen Bechhofen, Contwig, Stambach und Hornbach liefert, steht noch aus. Der Bürgermeister schilderte den momentanen Sachstand und räumte weiteren Klärungsbedarf ein. Etwa in der Frage der Förderung durch Bund und Land, wie bei den Beschaffungskosten selbst . Mit den fehlenden Geräten könnten alle Klassenräume in den Grundschulen ausgestattet werden. Beste Erfahrung haben bereits mit solchen Geräten die Lehrer an der Grundschule Wiesbach gemacht, wo sie schon im Einsatz sind. Die Ratsmitglieder folgten dem Vorschlag des Bürgermeisters und ermächtigen ihn zur Auftragsvergabe nach der noch offenen Fragen im Einvernehmen mit den Beigeordneten an den billigsten Bieter.

Ortsbürgermeister Manfred Gerlinger aus Kleinbundenbach wohnte der Sitzung in Walshausen bei (wir berichteten) und nahm erfreut zur Kenntnis, dass die Änderung des Flächennutzungsplanes für den Neubau des Kindergartens in Kleinbundenbach weiter kein Thema war. Gegenüber der Kleinbundenbacher Reitsporthalle soll die neue Kita gebaut werden. Mit dem Fortschreiben des Flächennutzungsplanes wird eine weitere Hürde zum Erlangen des Baurechts für die Gemeindeeinrichtung genommen.

Die Unterhaltung der Gewässer dritter Ordnung sei gleichfalls ein Investitionsbereich der Verbandsgemeinde, in den noch viel Geld fließen wird, so die Prognose von Björn Bernhard. In der Vergangenheit sei auf diesem Gebiet wenig getan worden, was nunmehr zu ganz besonderen Anstrengungen führe. Beim Reiterhof Hauter bei der Großsteinhauser Mühle stehen jetzt wieder Unterhaltungsarbeiten in Höhe von rund 60 000 Euro an. Das Unternehmen Landschaftspflege Jüte GmbH in Baar erhielt den Auftrag entsprechend des kostengünstigsten Angebotes.