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Weber ist neuer Käshofer Ortsbürgermeister

Weber ist neuer Käshofer Ortsbürgermeister

Die Verwaltungsspitze von Käshofen ist wieder komplett. Die Ratsmitglieder haben gestern Abend einstimmig den bisherigen Ortsbeigeordneten Klaus Martin Weber zum Ortsbürgermeister gewählt.

Die Vakanz ist vorbei, seit gestern Abend 20.32 Uhr hat Käshofen wieder einen Ortsbürgermeister. Der 55-jährige Klaus Martin Weber, seit 2009 Ortsbeigeordneter, tritt die Nachfolge des zurückgetretenen langjährigen Ortsbürgermeisters Karl Hoffmann an. Nach dessen Rücktritt hatte sich niemand in der Gemeinde für die Wahl zum Ehrenamt gemeldet. So lag es in den Händen der Ratsmitglieder, einen neuen Ortsbürgermeister zu wählen.

Weber ist ohne Gegenkandidaten ins Ehrenamt gewählt worden. Die Tatsache, dass alle zwölf Ratsmitglieder für den von Claudia Schmidt vorgeschlagenen Kandidaten votierten, ist für den Gewählten ein wertvolles Zukunftszeichen. "Ich sehe darin das Bestreben aller, die Wirren um die Windkraft zu vergessen. Ich muss hier keine Gräben schließen, die sind mit dieser eindeutigen Wahlaussage einfach nicht vorhanden", sagte Klaus-Martin Weber nach dem Urnengang dem Pfälzischen Merkur. In einem kurzen Gespräch mit dem neuen Amtsinhaber betonte dieser noch einmal die großen Verdienste von Karl Hoffmann. "Er hat unseren Ort nicht verwaltet, er hat die Gemeinde weiterentwickelt und nach vorne gebracht. Ich weiß, dass ich mich an dessen vielen Verdiensten messen lassen muss. Doch mit der heute gezeigten Geschlossenheit im Rat glaube ich, dass wir alle das Beste für unseren Ort weiterhin erarbeiten und schaffen."

Für die kommenden drei Jahre wird das Thema Windkraft in Käshofen tabu sein. Weber, der im Verbandsgemeinderat von Zweibrücken-Land der CDU-Fraktion angehört, erklärte schon gestern Abend, dass es sich der Stimme enthalten wird, sollte es beim Flächennutzungsplan der Verbandsgemeinde um den Nutzungsbereich Käshofen gehen. Weber hat zwei erwachsene Söhne und arbeitet als Zollbeamter im Vollziehungsdienst. Als neuer Ortsbeigeordneter wurde in gleicher Sitzung Egon Gilbert gewählt. Dieser war ebenfalls ohne Gegenkandidaten vorgeschlagen worden. Für ihn gab es lediglich eine Neinstimme. Seit zwölf Jahren gehört Gilbert dem Ratsgremium an und hat sich als langjähriger Wehrführer der örtlichen Löscheinheit und stellvertretender Verbandsgemeindewehrleiter ehrenamtlich eingebracht.