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Wasserversorgung im Gebiet Sickingerhöhe-Wallhalbtal

Wasserversorgung Sickingerhöhe-Wallhalbtal : Hohe Investitionen, aber Wasserpreis bleibt stabil

Auch wegen vieler Rohrbrüche investiert der Wasserversorgungs­zweckverband Sickingerhöhe-Wallhalbtal 2021 allein 900 000 Euro in neue Leitungen.

Gute Nachricht für alle Wasserverbraucher im Gebiet des Wasserversorgungszweckverbandes Sickingerhöhe-Wallhalbtal: Mit 1,39 Euro pro Kubikmeter Wasserentnahme (zuzüglich der sieben Prozent Mehrwertsteuer) wird der Verbrauchspreis auch in diesem Jahr nicht steigen. Das teilten Verbandsbürgermeister Thomas Peifer (CDU) und Werkleiter Joachim Becker bei der Zweckverbandsversammlung in der Herschberger Bürgerhalle mit.

Erfolgsplan wie auch Vermögensplan des Zweckverbands sind mit 1,38 Millionen und 1,73 Millionen ausgeglichen.

Die Verbrauchsgebühren, hierzu zählen auch die Grundgebühren für die Wasserzähler gestaffelt in verschiedenen Messgrößen, bleiben weiterhin der Schwerpunkt auf der Einnahmenseite im Erfolgsplan. Becker erinnerte daran, dass der Verbrauch insgesamt deutlich zurückgegangen ist und die Werkleitung von einem geänderten Verbrauchsverhalten der Kunden ausgehe. Gründe dafür seien zum einen der spürbare demografische Wandel, zum weiteren ab er auch das spürbare Verhalten der Abnehmer.

Auszugleichen seien diese Entwicklungen durch den Wasserversorgungszweckverband mit Wasserlieferungen an andere Gebietskörperschaften, wie etwa Hermersberg aus der Verbandsgemeinde Waldfischbach-Burgalben oder Thaleischweiler-Fröschen. Im Erfolgsplan sind diese Lieferungen mit 90 000 Euro verbucht.

Sorgen bereiten rund 35 Wasserrohrbrüche im Jahr, die Wasserverluste zur Folge haben. Ein Teil davon kann dann wohl abgehakt werden, weil die alte Hauptversorgungsleitung innerhalb der Ortsdurchfahrt Winterbach erneuert wird (wir berichteten). Mit den Arbeiten soll noch im Spätherbst begonnen werden.

Mit fast einer halben Million Euro sind die Abschreibungen auf der Ausgabenseite der höchste Posten. Ein externer Wirtschaftsprüfer hat inzwischen die Wirtschaftsprüfung übernommen, diese kostet 38 000 Euro. Für Zinsbelastungen müssen 50 000 Euro aufgewendet werden.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen erscheinen im Vermögensplan auf der Einnahmeseite. Dazu gesellen sich neben Einmalbeiträgen für neue Hausanschlüsse in Höhe von 280 000 Euro rund 900 000 Euro als Darlehen. Der Jahresgewinn wird mit Null angegeben.

Fast 900 000 Euro wird der Zweckverband in neue Leitungen investieren. Mit rund 480 000 Euro steht dabei die Leitungserneuerung in der Ortsdurchfahrt Winterbach an der Spitze. Gefolgt von der Leitungserneuerung in Krähenberg, die mit 165 000 Euro veranschlagt ist. Das neue Baugebiet in Maßweiler soll ans Versorgungsnetz des Zweckverbandes. Es wird mit 80 000 Euro für diese Maßnahme gerechnet. Das Erneuern der Wasserleitung in der Waldstraße, gleichfalls in Maßweiler, soll 200 000 Euro kosten.

Im Plan steht auch das neue Baugebiet in Reifenberg. Dieses wird nach derzeitigem Sachstand wohl an anderer Stelle verwirklicht, doch Ortsbürgermeister Pirmin Zimmer wird es begrüßen, dass sich dieserhalb im Wirtschaftsplan des Zweckverbandes nichts änderte: Es sind dafür 130 000 Euro vorgesehen.

Die Turbinenanlage bei der Kneispermühle soll „ertüchtigt“ werden.

Investiert wird auch in die Lagerhaltung beim Rathaus in Wallhalben. Werkleiter Becker berichtete, dass das frühere Gebäude der Verbandsgemeinde Wallhalben nunmehr zentraler Verwaltungs- und Anlaufpunkt für die Verbandsgemeindewerke von Thaleischweiler-Wallhalben ist: „Hier ist nicht allein die Verwaltung tätig, hier haben wir auch das zentrale Lager unserer Wasserversorgung. In diesem Lager werden nicht nur die Wasserzähler vorgehalten. Schieber, Gestänge und sonstige Gerätschaften, die bei einem Wasserrohrbruch benötigt werden liegen hier auf Lager und sind rund um die Uhr abholbereit. Der Lagerwert selbst liegt inzwischen bei mehr als 80 000 Euro und steigt weiter!“ Insgesamt belaufen sich die Investitionen des Wasserversorgungszweckverbandes Sickingerhöhe-Wallhalbtal auf 1,45 Millionen Euro nach dem Wirtschaftsplan, welchem die Mitglieder einstimmig zustimmten.

Wichtig ein Hinweis für Häuslebauer, die erstmals mit ihrem neuen Wohnhaus an die Versorgungsleitung des Zweckverbandes anschließen: Sie entrichten einen einmaligen Beitrag von 3,31 Euro (netto) je Quadratmeter gewichteter Grundstücksfläche. Wie die Bezugsgebühr für frisches Trink- oder Brauchwasser blieb auch dieser Beitragssatz unverändert.