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Wasserleitungen in Bechhofen saniert

Leitungsarbeiten in Bechhofen : Kaltwasser-Geysir inklusive

In Bechhofen wurden am Sonntag die Arbeiten an Wasserleitungen im Ort abgeschlossen.

Mehr als ein Dutzend Wasserwerker der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land legten am Sonntag bei größeren Umbauarbeiten am Leitungsnetz Hand an, damit der große 2000-Seelen-Ort lediglich sechseinhalb Stunden ohne das kostbare Nass direkt aus der Leitung auskommen musste. Werkleiter Schwarz lobt das eigene Arbeitsteam mit Wassermeister Marc Pirmann an der Spitze. Im gleichen Atemzug dankt Werkleiter Eckart Schwarz der Feuerwehrlöscheinheit Bechhofen-Käshofen-Rosenkopf. Die Floriansjünger besorgten die Rohrspülung und nahmen damit den Wasserwerkern viel Arbeit ab. 

„Die gute Zusammenarbeit zwischen unserem Arbeitsteam vom Wasserwerk und der Löscheinheit Bechhofen mit Feuerwehrleuten aus Bechhofen und Rosenkopf hat vor allem den Vorteil gehabt, dass die Bürger des Ortes nicht allzulange auf fließendes Wasser warten mussten. Bis 16 Uhr, so die Zeitvorgabe von mir als Werkleiter, wird aus allen Bechhofer Hausanschlüssen kein Tropfen Wasser fließen. Dass es dann aber doch schon zwischen 15 und 15.30 Uhr wieder fließen konnte, haben wir der tatkräftigen Unterstützung der Feuerwehrleute mit Wehrführer Martin Amann zu verdanken. Die unabdingbare Netzspülung nach dem Arbeitseinsatz nämlich war Sache der Feuerwehr und das haben sie nicht allein zeitlich ganz hervorragend hinbekommen.“

Durch den gegenwärtigen Ausbau der Lamsborner Straße hatten die Verbandsgemeindewerke Zweibrücken-Land die große Chance, ohne umfangreichere Verkehrsstörungen im Hauptwasserleitungsstrang des Ortes, der Hauptstraße, Auskreuzungsarbeiten vorzunehmen. Heißt: Bei insgesamt fünf Straßenkreuzungen mussten bei der Hauptleitung hintereinander geschaltete Schieber erneuert werden (wir berichteten). Eckart Schwarz: „Die alten Schieber hatten ihre Dienste getan, waren teilweise nicht mehr abstellbar, die Arbeiten deshalb bei vernünftiger Betrachtungsweise und den Bauarbeiten in der Lambsborner Straße mit der Vollsperrung nicht länger aufschiebbar.“

Betroffen von der vollständigen Wassersperre waren alle Ortsstraßen. Um ganz sicher zu sein, dass sich die Arbeiter nicht selbst „überfluteten“, war sogar der große Hauptschieber beim Hochbehälter dicht gemacht worden.

Nach dem Leitungsleerlauf gingen die Arbeiten an fünf Stationen  (Kreuzungen) los, Werkleiter Schwarz, über die gesamte Zeit am Sonntag in Bechhofen vor Ort, lobte die punktgenaue Baustellenvorbereitung, was eine zügige Aus- und Einbauarbeit der Schieber möglich machte. Viele Rückfragen zur vollständigen Wassersperre im gesamten Ortsgebiet hatte sich Schwarz in der Vorbereitungsphase anhören müssen. Dabei war es nicht immer allein bei informativen Fragen geblieben. „Im 21. Jahrhundert einen ganz Ort über Stunden ohne Wasser, sowas kann es doch nicht geben“, klagten Anrufer und äußerten Unwillen. Schwarz erklärte, verwies auf die technische Beschaffenheit und das Alter der Hauptleitung, doch nicht in allen Fällen wurde das Telefonat harmonisch beendet. 

Anders als die Arbeiten an den Leitungen. Auch, wenn bei der abschließenden Dichtigkeitsprüfung kurzfristig ein Kaltwassergeysir in Bechhofen entstand. Den Arbeitserfolg konnte dieser kleine Mangel trotzdem nicht in vereiteln, Schnell ausgetauscht war die Dichtung, der Schieber abgestellt und um 16 Uhr kam wieder das kostbare Nass aus allen Haushaltsleitungen von Bechhofen.