Wandern lohnt sich

65 Teilnehmer aus ganz Rheinland-Pfalz haben sich am Freitag in Wallhalben getroffen, um über neue Trends und Chancen des Wandertourismus für ländliche Regionen zu diskutieren.

"Wandertourismus - eine Chance für den ländlichen Raum." Unter diesem Motto stand am Freitag eine Fortbildung der "Akademie ländlicher Raum" im Wallhalber Ratssaal. 65 Teilnehmer aus der Pfalz , der Mosel, dem Hunsrück und der Eifel diskutierten verschiedene Themen, tauschten Erfahrungen aus und nahmen neue Anregungen mit auf den Heimweg.

Renate Brenner, Seniorchefin der Kneispermühle, Maritta Kolbe von der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land, der Wallhalber Touristikchef Willi Hack und Elke Rapp, Erlebniswanderführerin aus Großbundenbach, berichteten über ihre Erfahrungen zum Thema Wertschöpfung durch Wandertourismus in der Region. Mit dem Programm ILE sei alles in Schwung gekommen, stellte Kolbe fest und berichtete über den enormen Anstieg von Ferienwohnungen in der Region. Hack nannte Zugriffsdaten auf der Internetseite "Pfälzer Mühlenland" und machte daran deutlich, dass Kurz- und Tagesurlauber immer mehr ins Pfälzer Mühlenland kommen und sich hier wohlfühlen. Verstärkt liege jetzt ein Augenmerk auf Tagesurlaubern. Aber auch 70 mehr Übernachtungsbetten soll es demnächst allein in Wallhalben geben - das zeige, welcher Impuls von Wandertourismus ausgehe, so Hack. Interessant, was Renate Brenner über die Herkunft der Gäste der Kneispermühle zu berichten wusste. Sie kämen jetzt verstärkt aus dem Saarland, dem Raum Karlsruhe und Pforzheim. Gerade von Urlaubern aus diesen beiden Stadtbereichen komme immer wieder die Feststellung: "Wir wussten überhaupt nicht, dass es hinter dem Pfälzerwald auch so schöne Gegenden gibt".

Erlebniswanderführerin Elke Rapp beleuchtete eine ganz andere Seite des Wandertourismus. Dabei stieß insbesondere ihr Erlebnisbericht über Brotbacken am alten Holzbackofen gepaart mit dem Wandern oder eine geführte Pilgerwanderung auf großes Interesse bei den Zuhörern. Christian Plön vom Unternehmensberatungsbüro Entra, welches bei ILE die Verantwortung trug, hatte die Moderation übernommen und zugleich aufgezeigt, wie ILEK im Landkreis Südwestpfalz mit den Leuchtturmprojekten zum erfolgreichen Wegbereiter wurde.

Tobias Kauf von der Pfalz-Touristik sagte, das Wandern außerhalb der Hoch- und Mittelgebirge habe eine hohe Zukunftsperspektive.

Gewandert wurde zum Veranstaltungsabschluss auch. Auf einem Teilstück des Gräfin-Sonja-Bernadotte-Weges von Wallhalben hinunter zur Kneispermühle rückte Willi Hack die landschaftlichen Reize des Pfälzer Mühlenlandes in den Mittelpunkt.