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Wallhalben sucht Erweiterungsmöglichkeit für Kindergarten

Jahresvorschau 2021 Wallhalben : Was tun gegen Raumnot im Kindergarten?

Weil sich Mitte des Jahres dies Gesetzeslage ändert, drängt die Entscheidung in Wallhalben.

An Projekten mangelt es in Wallhalben in diesem Jahr nicht, sagt Ortsbürgermeisterin Christine Burkhard. Teils stammen diese noch aus dem vergangenen Jahr, teils werden sie erst jetzt angegangen. Nicht zu vergessen dabei, dass wegen der Corona-Pandemie das große Gemeindejubiläum zur ersten Erwähnung vor 750 Jahren gar nicht gefeiert werden sollte und in diesem Jahr zur „Nachfeier“ ansteht – so die Umstände es zulassen. 

Christine Burkhard brennt jedenfalls förmlich darauf, nach vorn zu blicken und, soweit es möglich ist, etwas auf den Weg zu bringen. Etwa beim fünfgruppigen Wallhalber Kindergarten, wo 92 Kinder aus den Orten Biedershausen, Hettenhausen, Knopp-Labach, Schmitshausen und Wallhalben künftig nach den ab Jahresmitte geltenden Vorgaben des neuen Kindergarten-Zukunftsgesetzes zu betreuen sind. Klar sei, dass es dann an Räumlichkeiten mangeln wird. Im Hinblick darauf wurde bereits eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, welche verschiedene Nutzungsmöglichkeiten von vorhandenen Standorten untersuchte. Etwa dergestalt, dass die Grundschule als Kindergarten genutzt wird, die Grundschule in die momentan schulisch ungenutzte Franz-von-Sickingen-Schule (zuvor Realschule plus) umzieht oder gar an einem neuen Standort ein komplett neuer Kindergarten gebaut wird. Sicher sei, so die Ortsbürgermeisterin, nur eines: Dass die letztere Alternative allein aus Kostengründen wohl nicht zum Tragen kommt.

Christine Burkhard spricht von einem Kostenrahmen in Höhe von 1,2 bis 1,5 Millionen Euro. Bevor Gespräche mit den weiteren Trägern, dem Landkreis Südwestpfalz bei der Franz-von-Sickingen-Schule und der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben bei der Grundschule, geführt werden, beabsichtigt die Wallhalbener Ortsbürgermeisterin, erst einmal mit den Ortsbürgermeistern zu reden, deren Kinder die Einrichtung besuchen. Denn die müssen sich an den verbleibenden Umbaukosten beteiligen. Danach stünde die Entscheidung im Ortsgemeinderat an, ehe die weiteren Gespräche geführt werden.

Die Zeitschiene hat Christine Burkhard dabei gleichfalls vor Augen, denn eine neue Situation ergebe sich allein schon dadurch, dass die Stadt Landstuhl plane, Räume in der Franz-von-Sickingen Schule zur Nutzung anzumieten (wir berichteten). Christine Burkhard liebäugelt deshalb beim Abwägen mit einem Verbleib am jetzigen Kindertagesstätten-Standort, zumal dann ihr Wunsch, weiterhin „Leben“ in der Ortsmitte zu haben, erfüllt wird. Aus dem sich durch die gesetzliche Neuerung ergebenden Zeitdruck müsse die Entscheidung des Rates wohl in diese Richtung gehen, denkt Die Ortsbürgermeisterin laut nach. 

Beim Thema Altlasten steht die Stuhlbach-Renaturierung ganz oben an. Ein Thema, das die Gremien der Ortsgemeinde und andere beteiligter Behörden schon über 15 Jahre beschäftigt. Aus dem jetzt vorliegenden Rechtsgutachten zu verschiedenen Detailfragen liegen Verfehlungen auf dem Tisch, doch Rechtsstreite wird es keine geben. Christine Burkhard: „Jetzt ist der Weg für die Renaturierungs-Maßnahmen frei. Landschaftsweiher und alle diese Dinge, welche den Ort und die Region touristisch zweifelsfrei aufgewertet und attraktiv gemacht hätten, spielen gegenwärtig bei der Renaturierung keine Rolle. 200 000 Euro wird die Renaturierung wohl kosten, bereits bewilligte Zuschüsse müssen neu beantragt werden. Sie mussten viele Jahre stets verschoben werden, bis das nicht mehr möglich gewesen ist.“ 

Zum Ausweisen eines neuen kleinen Baugebietes oberhalb der Gartenstraße und dem Saalstadter Pfad sind letzten Samstag die Mitglieder des Bauausschusses vor Ort gewesen, um Eindrücke zu sammeln. In der „Bornbach“ könnte neues Bauland geschaffen werden. Wohin die Reise geht muss der Rat noch entscheiden.