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VR-Bank Südwestpfalz Pirmasens-Zweibrücken stellt Bilanz vor

VR-Bank Südwestpfalz : Drei Prozent Dividende vorgeschlagen – Mit Bilanz zufrieden

Die VR-Bank Südwestpfalz Pirmasens-Zweibrücken blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 zurück. Indem die zurückgehenden Zinserträge durch den Provisionsüberschuss von Bankgeschäften sogar überflügelt wurde, ist es auch in diesem Jahr möglich, den Mitgliedern eine Dividende auszuzahlen – drei Prozent schlägt der Vorstand vor.

Entschieden wird darüber in der Vertreterversammlung am Donnerstag, 6. Juni, in der Pirmasenser Festhalle.

Nur leicht angestiegen ist im vergangenen Jahr die Bilanzsumme: um 0,3 Prozent auf 748,5 Millionen Euro. Schuld daran ist laut Vorschef Paul Heim ein Sondereffekt: Die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitarbeitern wurden in Pensionsfonds ausgelagert, was sich auch auf die Bilanzsumme auswirkt. Laut Heim ist dieser Schritt dennoch richtig und wichtig für die Zukunft, weil die Pensionen auf Dauer die Bilanz nicht mehr belasten werden.

Eine bessere Bilanz zieht der Vorstandsvorsitzende, wenn es um die Kundengeschäfte geht: Das eigene Kreditgeschäft wurde um 2,5 Prozent auf ein Volumen von 448,7 Millionen Euro gesteigert. Besonders die gewerblichen Finanzierungen haben zugelegt, um 6,5 Prozent. Aber auch die privaten Wohnungsbaukredite sind um 2,1 Prozent gestiegen.

Leicht angewachsen ist auch das Kreditvolumen der Partner im VR-Bank-Verbund, etwa der Bausparkassen, und zwar um 0,6 Prozent auf 149,2 Millionen Euro.

Um 1,7 Prozent sind die Kundeneinlagen auf ein Volumen von 638,8 Millionen Euro angewachsen, berichtet Heim. Weiterhin gering ist die Nachfrage nach klassischen Sparprodukten angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase. Dagegen sind flexible Anlageprodukte im Aufwind. Leicht zurückgegangen sind Kundeneinlagen der Verbundpartner, um 0,4 Prozent auf 318,5 Millionen Euro.

Was bedeuten diese Entwicklungen für das Geschäftsergebnis? Hochzufrieden ist der VR-Bank-Vorstand mit der Gesamtbilanz der Überschüsse: Zwar hat sich der Zinsertrag erneut verringert auf 15,4 Millionen Euro, dafür aber wurden die Provisionsüberschüsse auf 6,6 Millionen Euro gesteigert – ein Rekordergebnis, so Heim. Weil auch die Verwaltungsaufwendungen reduziert wurden, hat der Vorstand die gute operative Ertragslage genutzt, um die Pensionsverpflichtungen auszulagern.