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Vollsperrung der Hohlbachstraße Contwig nur von 8 bis 16 Uhr

Ortsgemeinderat Contwig : Vollsperrung nur von 8 bis 16 Uhr

Nach Protesten der Einwohner wurden die Ausbaupläne für die Hohlbachstraße in Contwig geändert.

Im alten Ortskern von Contwig besteht bei den Dorfstraßen erheblicher Sanierungsbedarf. Im Augenblick baut Berthold Staab Tränkgasse und Frühlingsstraße aus. Die Witterung in den letzten Wochen war nicht gerade dazu angetan, um immense Arbeitsfortschritte zu verzeichnen. Dennoch, so hieß es bei der jüngsten Sitzung des Ortsgemeinderates, soll es keinen Stillstand beim breitgefächerten Straßenausbauprogramm von Contwig geben.

Neben der Hohlbachstraße, zu deren Ausbau hatte die Ortsbürgermeisterin Brinette noch sehr wichtige Informationen parat, gelte es die Planung zum Ausbau der Bogenstraße und Storchengasse zu vergeben, welche als nächste Straßenzüge im alten Ortskern für den Ausbau anstünden. Das schon jetzt für die Planung und Bauleitung zuständige Büro ist erneut billigste Bieterin gewesen, der Rat vergab erneut den Planungsauftrag an das Planungsbüro Werkplan.

Rund eine Million Euro investierten Verbandsgemeindewerke und Ortsgemeinde bei der jetzigen Ausbaumaßnahme in Tränkgasse und Frühlingstraße. Die Kostenschätzung zum Ausbau der jetzigen Planungsstraßen belaufen sich auf 385 000 Euro, zu denen noch die Kosten der Werke für Wasser und Kanal hinzukommen.

Mit breiter Zustimmung nahmen die Ratsmitglieder eine überaus zufriedenstellende Information für den Ausbau der Hohlbachstraße, einer Stichstraße am Ortsende von Contwig, zur Kenntnis. Ursprünglich hatte es gehießen, dass die Stichstraße über acht Monate voll gesperrt werden soll. Jetzt wurde so umgeplant, dass die Straße bis morgens 8 Uhr und nachmittags ab 16 Uhr für alle Anlieger zugänglich ist. Die Bauzeiten würden sich insgesamt verlängern. Das Planungsbüro will jetzt eventuelle Kostensteigerungen ausloten.  

Die beiden Brücken, beim Höfchen in Stambach und am Wirtschaftsweg zum Wahlbacherhof, weisen Sanierungsbedarf auf. Die Sanierungskosten waren einmal auf 110 000 Euro geschätzt. Die Brücke beim Weg zum Wahlbacherhof soll jetzt für 180 000 Euro saniert werden, die in Stambach beim Höfchen für 230 000 Euro. Ortsbürgermeisterin Brinette: „Das ist zuviel Geld, wo sollen wir das hernehmen?“ Auch wenn die Standsicherheit der Brückenbauwerke vorrangig ist, sollen jetzt mit dem Planungsbüro nochmals genau die einzelnen Planungsschritte auf ihre Notwendigkeit hin überprüft und besprochen werden. Der Rat stimmte dieser Vorgehensweise zu und war auch damit einverstanden, dass ein kurzes Wegeteilstück beim Wirtschaftsweg zum Wahlbacherhof nicht mitausgebaut wird. Dafür waren allein Ausbaukosten in Höhe von 50 000 Euro vorgesehen.  

Als elfte Ortschaft hat sich der Ortsgemeinderat Contwig zur Teilnahme am Energetischen Quartierskonzept in einem Grundsatzbeschluss ausgesprochen. Mit dem integrierten Quartierskonzept soll der CO2-Ausstoß drastisch reduziert werden. Bund und Land fördern die Konzeptkosten bis zu 85 Prozent. Die Ortsgemeinde müsste 15 Prozent tragen.

Der Grundsatzbeschluss war schnell einstimmig gefasst, weitaus mehr Diskussionsbedarf ergab sich dann allerdings aus der Grenzziehung für das abzugrenzende „Quartier“, sprich Wohngebäude in einem abgegrenzten Dorfbereich von Contwig und Stambach. Neubaugebiete ab dem Jahr 2006 sollen rausfallen, das gilt in Contwig für das gegenwärtige Neubaugebiet Ober dem Bohnrech und in Stambach beim „Faulacker“.  Die alte Bausubstanz soll dort aber noch einbezogen werden. Zuschüsse für die Haussanierer gibt es nicht, aber einen steuerlichen Vorteil. Sie können die Aufwendungen, vorausgesetzt sie zahlen Einkommensteuer, höchsten bis zu 15 Jahren Laufzeit absetzen.  

„Kuh vom Eis“ hieß es bei den neuen Richtlinien für die Förderung der Dorfvereine. Ausgiebig waren die Richtlinien wie abgesprochen im Jugend- und Kulturausschuss beraten und zur Zustimmung dem Rat empfohlen worden. David Betz (SPD) brachte nochmals die Einschränkung von „Förderung nur für Vereine, die als gemeinnützig anerkannt sind“ ein. Peter Stauch (CDU) und Volker May (SPD) erläuterten allerdings, warum dies nicht aufgenommen werden sollte. Nicht jeder Dorfverein hat nämlich diese steuerliche Anerkennung und ist in der Vergangenheit auch gefördert worden. Einstimmig wurden die Richtlinien angenommen, sie liegen erstmals schriftlich vor und Meinungsverschiedenheiten wie unlängst beim Förderantrag der VT Contwig sind künftig auszuschließen.