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Viele Feste im Zweibrücker Land abgesagt

Feiern im Zweibrücker Land : Absage folgt auf Absage

Im Zweibrücker Land sind bereits etliche Feste abgesagt worden. Auch das Ferienprogramm gibt’s nur als Notversion.

(cos) Dorffest, Kerwe oder Jubiläumsveranstaltungen, wie etwa die 750-Jahrfeier in Wallhalben zur ersten urkundlichen Erwähnung des ehemaligen Marktfleckens, alles wegen Corona-Pandemie abgesagt. Gleich einem roten Faden ziehen sich die Absagen durch den schon längst aufgestellten Veranstaltungskalender in der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land wie der Region. Davon nicht ausgenommen die Ferienaktion der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land selbst. Beliebt bei vielen Kinder im Schulalter, doch daraus wird wohl nichts.

„Die sechste Landesverordnung brachte in Hinsicht Großveranstaltungen ja keine Trendwende, es gilt weiterhin das Verbot bis 31. August dieses Jahres“, stellt Ortsbürgermeister Paul Sefrin sachlich fest. Nach seiner Einschätzung wird es damit auch nichts mit der Zeltkerwe, die für den TuS Bechhofen in den letzten Jahren zu einem echten Renner geworden war. Was Hintergrund der Überlegungen war, den Kerweplatz möglicherweise gleichfalls in Sportplatznähe zu verlegen. Sefrin: „Bei der Ur-Pils-Stube in der Talstraße ist ja das Domizil unserer Straußmädels und Straußbuben. Dort wurde noch letztes Jahr eine Kerwe mit großartigem Zuspruch aus der Dorfbevölkerung gefeiert. Die Straußmädels und Straußbuben sind auch der Auffassung, dass die Kerwe weiterhin im Ort direkt ihren Festplatz haben soll, so deren Vortrag im Ortsgemeinderat. Wir hatten uns damals darauf verständigt, dass im Rahmen einer Bürgerversammlung darüber vielleicht gesprochen werden sollte, ehe man im Rat selbst eine Weichenstellung in dieser Frage vornimmt. Doch wegen Corona konnte es bisher noch nicht zu einer Bürgerversammlung kommen. Also würde vorerst noch alles so bleiben wie es ist. Doch grundsätzlich gilt ja das Verbot und da kommen wir wohl nicht drumherum.

Die Dellfelder Kerwe im Juni ist bereits abgesagt. „Wir müssen ja die Vorgaben in der Landesverordnung einhalten und die verbietet einfach eine solche Veranstaltung“, sagt Ortsbürgermeisterin Doris Schindler aus Dellfeld. Von den Dorfvereinen war bis zum letzten Jahr die Kerwe rund ums Bürgerhaus mit viel Erfolg organisiert worden. Zwar zuletzt ohne Straußmädels und Straußbuben, aber doch mit viel Bürgerzuspruch. Daraus wird nun nichts. Gleiches gilt für das Dellfelder „Scheierfescht“.

Ein Aus auch für das seit Jahren beliebte Dorffest von Käshofen, von der gesamten Dorfbevölkerung als Helferschar organisiert und unterstützt. Egon Gilbert: „Die Einnahmen fehlen uns natürlich in der Gemeindekasse, denn bekanntlich wird ja mit dem Erlös aus diesem Fest die Unterhaltung des Dorfgemeinschaftshauses mitfinanziert.  Da müssen wir schon schauen, wie wir das kompensieren.“

Aus auch für das beliebte Dorffest mit Traktorentreffen der Großsteinhauser. Ortsbürgermeister Volker Schmitt hat alle Verträge gekündigt, das erste Juli Wochenende ist dafür vorgesehen gewesen.

Vom 6. Juli an bis zum 13. August sind die Ferientage. Für zahlreiche Kinder ist die Ferienaktion der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land eine willkommene Abwechselung für die Daheimgebliebenen. Sachbearbeiterin Betz von der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land erklärte auf Anfrage, dass es eine „Notbetreuung“ geben wird. Details wären bei der Kreisverwaltung Südwestpfalz zu erfahren. Der zuständige Sachbearbeiter ist allerdings gestern nicht erreichbar gewesen.

Keine Kerwe in Hornbach, mit welcher alljährlich der Kerwereigen eröffnet wird und auch die großen Jubiläumstage 750-Jahre Wallhalben wird es nicht geben. „Wir feiern dafür im 751 Jahr“, meinte Ortsbürgermeisterin Christine Burkhard.